On the Wallaby... oder Alle Wege sind weit in Australien

 


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 51. Tag  Über NEWCASTLE nach SYDNEY

Nach einem Frühstück mit gummiartigem Weißbrot und Marmelade, begann unsere letzte Etappe nach Sydney. Zügig fuhren wir Richtung NEWCASTLE, eine Industrie- und Kohlestadt, die mit ca. 250.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in New South Wales ist. Newcastle liegt kurz vor Sydney (150km) und die Verkehrsdichte nahm deutlich zu. Wir nahmen den HWY direkt an der Küste entlang. Zwischen BELMONT und SWANSEA machten wir eine kleine Pause.
Ein schmaler Weg durch Gestrüpp und wir kamen an eine wunderschöne Sandbucht. Weit und breit keine Menschenseele, außer uns. Nur die Möwen zogen mit heiserem Geschrei ihre Bahnen über unseren Köpfen.

 
Sandbucht mit Höhle 


Höhle

Es war gerade Ebbe und wir sahen vor uns in den Felsen eine Höhle, CAVE genannt. Dieses längliche Loch erregte meine Neugier. Zur näheren Erkundung musste ich da hin. Über ausgespülte Felsplatten mit seltsamen Mustern, sahen wir in die Höhle hinein.

Seltsames Muster

Ein Paar war plötzlich hinter uns aufgetaucht, grüßte freundlich und verschwand mit den Schuhen in der Hand in der Cave. Hier war allem Anschein nach ein Durchgang zur anderen Seite und nur bei Ebbe möglich. Zu gerne wäre ich auf Erkundung gegangen, aber wir mussten weiter. Rechterhand begleitete uns der LAKE MACQUERIE, der MUNMORAH und der TUGERRAH LAKE. Linkerhand erstreckte sich der unendliche Pacific. Schon von weitem zog uns ein LIGHTHOUSE an, das sich knallweiß in den blitzeblauen Himmel reckte. Bei TOUKLEY auf einer Felsklippe, nicht so spektakulär und hoch wie in Byron Bay, steht der Leuchtturm seit 1903.

  Bei Toukley
 
Leuchtturm Toukley und vorgel. Felsen

Die vorgelagerten Felsen sind durch ständig anrollende Wellenberge flach abgeschliffen, wie riesige Zähne mit großen Lücken. Auf der Oberfläche hat sich zahlreiches Muschelgetier in allen Größen angesiedelt.

 Wellenbrecher   

In den ´Zahnlücken´ brechen sich die Wellen und mit Getöse spritzt die Gischt in die Höhe und versprüht tausende, funkelnde ´Diamanten´ in den klaren Himmel. In unterirdischen Höhlen dröhnt die Brandung wie ein gefangenes Untier. Man hat das Gefühl, dass die riesigen Felsquader durch die anstürmende Gewalt des Meeres erzittern und erbeben. Wir nehmen Abschied, auch hier könnte man sich Stunden lang aufhalten und der Unendlichkeit der Natur zuhören und zusehen, aber jetzt geht es ohne Pause den Realitäten einer riesigen Metropole entgegen.
SYDNEY… In der Nähe von GOSFORD kommen wir wieder auf den HWY Nr.1. Der HWY ist jetzt 6- spurig und in beiden Richtungen gut befahren. Ich hatte wieder die Karte auf den Knien und Claudia konzentrierte sich auf Straße und Verkehr. Die einzelnen Fahrspuren sind schmaler als bei uns und die großen LKW´s wirken dadurch noch breiter. Wenn man sich nicht dem Tempo der Anderen anpasst, kommt man ganz schön ins Schwitzen. Links die Leitplanke und Rechts rollen ganz nah riesige Räder, die die Höhe unseres Autos haben, vorbei. Ein Glück, dass ich immer in die Karte schauen konnte. Aber es nützte nichts, da müssen wir durch. Je näher wir der Hauptstadt von New South Wales kamen, desto dichter und schlimmer wurde der Verkehr. Wir sahen kaum noch die Landschaft, so forderte die Fahrerei unsere Aufmerksamkeit. Jetzt suchte ich im ´Straßenatlas´ von Sydney unseren weiteren Weg. Es kann passieren, wenn man auf den ´falschen´ HWY kommt, dass man ganz woanders landet, als man wollte. Wir steuerten die COOGEE BAY an. In einem Katalog hatten wir ein Motel entdeckt, was unseren Ansprüchen zur Nase stand. Vom HWY Nr.1 kamen wir auf den WARRINGAH FREE WAY, mit unseren Autobahnen ver-gleichbar. Jetzt hieß es aufgepasst. Wollten wir nicht im Tunnel landen, mussten wir uns auf den BRADFIELD HWY einordnen. ´Halt… wo fährst du denn hin… wir wollen doch über die HARBOUR BRIDGE und nicht in den Tunnel´…´Ich bin ja schon auf der richtigen Spur´…´Nein… verdammt… wir kommen hier laut Karte in den Tunnel… ach, wir sind ja schon auf der Harbour Bridge… wieso ging denn das so schnell? ´ Man muss verdammt schnell schalten und die Entscheidung ´wohin soll ich denn jetzt fahren´ auch mal der Intuition überlassen. Und das alles im Linksverlehr. ´Links einordnen, da vorn geht es auf den CAHILL EXPRESSWAY, über den CIRCULAR QUAY´. ´Halbrechts in die FLINDERS STREET, geradeaus und an der siebten Ampel in die ANZAC PARADE. Weiter durch den MOORE PARK, und an der vierten Ampel ist eine große Kreuzung, halblinks in die ALISON ROAD. Links ist der CENTENNIAL PARK, rechts liegt der RANDWICK RACECOURSE. Sechste Ampel rechts in die BELMORE ROAD und dann zweite Ampel halblinks in die COOGEE BAY ROAD. Dort muss bei der Hausnummer 96 das Motel sein. Und wenn du weiter geradeaus fährst, kommen wir genau an der Beach an´. Nach einer unglaublichen Horrorfahrt fanden wir statt des Motels eine große Baugrube vor. ´Ach du meine Fresse… was machen wir denn jetzt…?´ ´Hm… ich habe da so eine Idee…´ Gesagt getan, Claudia fuhr bis zur Beach, dann rechts in die ARDEN STREET, gleich noch mal rechts. Vor einem riesigen, modernen ´Kasten´ hielten wir an. Ich traute meinen Augen nicht, das beste Hotel am Platz. Das HOLIDAY INN COOGEE BEACH Hotel. Claudia kannte das Holiday Inn von ihrer Drehreise und wollte sowieso hier ´absteigen´. Das Motel hatte sie nie in Betracht gezogen. Sie wollte mich überraschen, was ihr natürlich voll gelungen war. Nach so einer langen Reise noch einen besonderen Abschluss. 

 
Coogee Beach mit Holiday Inn

Dieser Luxus musste jetzt sein, nach den vielen Sandpisten, dem engen Bushcamper und der letzten, schlimmen Nacht in diesem schrecklichen Karuah. Der Name schon allein… Unser ´Standardzimmer´ hatte zwei ´QUEENSIZE´ Betten und allen Komfort, den man sich wünschen kann. Als Erstes luden wir das Auto aus. Der Hotelboy staunte nicht schlecht, was wir da so alles darin hatten. Mit Sack und Pack ging es in den 5. Stock. Wir versanken im dicken Teppichboden, der jegliche Schrittgeräusche verschluckte. Dann stürzten wir uns auf den Tee, der unsere Lebensgeister wieder auf die Reihe brachte. Irmchen, der kleine Bottle Tree, kam auf die Fensterbank und hatte einen herrlichen Blick über den Stadtteil Coogee und seitlich auf den tiefblauen Pacific. Auspacken, duschen, ausruhen und wir waren bereit für den ersten Rundgang in der neuen Umgebung. Es war jetzt 4:30pm, noch hell und die Coogee Beach ganz nah. Auf der Promenade sprach uns ein Pärchen an und deutete immer wieder auf das offene Meer. Ich verstand mal wieder nichts und Claudia wurde ganz aufgeregt. ´Wale… da draußen sollen Wale sein´… ´was… wie… Wale… wo denn… das gibt es doch gar nicht ´… ´Doch, da sollen welche sein´… Der Mann deutete immer wieder aufs Meer… und dann sah ich sie. ´Nein… ich werde verrückt… sieh mal… da rechts von dem Felsen im Wasser… da… jetzt habe ich die Atemfontänen gesehen… das sind ja mindestens vier bis fünf Tiere… und jetzt…ich flippe aus… da… die riesige, schwarze Schwanzflosse… hoch aus dem Wasser… und … puh…jetzt peitscht weiße Gischt… Wahnsinn… ´ Es ist fast nicht zu glauben, aber da waren sie, die tonnenschweren Buckelwale auf ihrer Wanderung nach Norden. Etwa einen Kilometer vom Strand entfernt, tummelten sie sich im wärmeren Gewässer der nahen Küste. Es waren 5-6 Tiere, die im Pulk dicht unter der Oberfläche schwammen, Atemfontänen in die Luft bliesen und mit den breiten Schwanz-flossen meterhoch das Wasser aufpeitschten. Manchmal tauchte auch das riesige Vorderteil auf, um wieder im aufgewühlten Meer zu versinken. Irre… Nach ca. 100 Jahren tauchten vor einiger Zeit die ersten Buckelwale wieder in Küstennähe auf. Die Tiere wurden damals fast bis zur Ausrottung gejagt und die Überlebenden mieden logischerweise die Küste. Heute soll es wieder eine stattliche Anzahl von ihnen geben. Solange es ging, verfolgten wir dieses fantastische Spektakel. Wir hatten beide einen dicken Kloß im Hals. War es möglich, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren? Nur für uns inszeniert? Selbst Leute, die hier wohnen haben noch nie die Buckelwale gesehen.


Da draußen schwammen die Wale vorbei

Wir zogen noch durch die Straßen, suchten uns aus den zahlreichen ´Kneipchen´ und ´Caféchen´ unseren Frühstücksplatz für den übernächsten Morgen aus und gingen zurück zum Hotel. Ein paar Schritte vom Hotel entfernt, an der Promenade, befindet sich ein kleines Lokal. Am Tage wird es mehr als Café genutzt, auch frühstücken kann man hier und Zeitung lesen sowieso. `BARZURA´, das musste man sich unbedingt merken. Abends ist es Restaurant mit einschlägiger, italienischer Küche. Ein einfaches, aber mit besonderem Flair aus-gestattetes Etablissement. Die Tische sind aus Holz, blank lackiert, die Gläser sind rustikal und die Weinkarte klebt auf einer leeren Weinflasche. An den Wänden hängen ausrangierte Fensterläden, mit indirektem Licht dahinter. Ein Lokal, so richtig zum Wohlfühlen in einer heimeligen, gemütlichen und fröhlichen Atmosphäre. Ja… und dann das Essen. Ein Gaumenschmaus der besonderen Art. Liebevoll angerichtet und doch auf Schnickschnack verzichtet. Die Weine sind einfache Landweine, die die köstlichen Speisen angenehm abrunden. Der Rotwein, den wir genossen hatten, war vorzüglich und für $7.- die Flasche nicht zu teuer. Die Speisepreise sind auch nicht teurer als bei uns beim Italiener. Die Bedienung bestand aus jungen Leuten, die eindeutig Spaß an ihrem Job hatten. Leicht angeschickert verzogen wir uns bald ins Hotel und frönten unseren Queensize Betten.
Was für ein unglaublicher Tag… Gute Nacht…

52. Tag SYDNEY

Nach einer wunderbar geschlafenen Nacht, mussten wir früh aufstehen. Um 9:am war ´Autoabgabe´ bei Hertz. Problemlos ging alles über die Bühne und nun waren wir endlich ´autolos´. Zu Fuß gingen wir nach KINGS CROSS, das Viertel, wo wir vor einigen Wochen gewohnt hatten. Es kam mir so vor, als seien Jahre seitdem vergangen, so viel hatte ich derweil erlebt.
Bei einem ´Straßenfranzosen´ in der DARLING-HURST ROAD labten wir uns ausgiebig an einem reichhaltigen Frühstück.
Mit dem Bus fuhren wir zum CIRCULAR QUAY und bummelten im Hafenviertel, statteten der Oper einen Besuch ab und schauten dem bunten Treiben der Touristen zu.

 Oper

Sydney Cove mit Skyline

 Sydney Hafen


Ein ABORIGIN, gekleidet und bemalt in alter Tradition, blies auf dem DIDGERIDOO, freute sich über die vielen Bewunderer und gab ein schönes Fotomotiv ab. Selten, dass man überhaupt einen lustigen Aborigin zu Gesicht bekommt.

Aborigin mit Didgeridoo am Circular Quay

Wir bummelten hinüber zu ´THE ROCKS´, vorbei an der legendären alten BOUNTY, den Rad-dampfern, den alten Häuserfronten der ehemaligen Arbeitersiedlung, und über allem thront die einzigartige Harbour Bridge. Im Informations-zentrum kauften wir einige Landkarten, suchten die Toilets auf und gingen noch über einen Markt, der unter anderem auch Kunstgewerbe, Gewürze und Souvenirs anbot. Die Zeit verging wie im Fluge und wir nahmen den Bus zurück nach Coogee Beach. Ich war ganz mutig und kaufte beim Busfahrer zwei Tickets - in Englisch, versteht sich - und brachte es sogar ohne Sprachfehler heraus. Ach was war ich stolz auf mich und grinste die ganze Fahrt über vor mich hin. Unterwegs nahmen wir noch zwei süße Stücke mit, kochten im Hotel Tee und legten die Beine hoch.
Später am Nachmittag gingen wir mit einigen ´Opal´ Steinen, die wir in Quilpie zuviel mit-genommen hatten, auf die nördlichen Klippen der Coogee Bay und warfen sie mit guten Wünschen ins Wasser. Schnorchler, die die Steine finden, werden sich sicher wundern.


Hier gingen einige Opalsteine aus Quilpie über die Klippen

Und man glaubt es kaum, nach längerem Blick auf das Meer waren sie plötzlich wieder da. Die Wale, heute ein wenig weiter draußen, aber doch gut sichtbar. Sie schwammen bestimmt nur für uns vorbei. Am Abend besuchten wir Esther und ihre Familie in deren Haus in der MOUNT Street, drei Querstraßen oberhalb unseres Hotels. Claudia kennt Esther seit 95. Sie ist Deutsche und mit einem Australier verheiratet. Es gab den obli-gatorischen Tee und zu Dritt gingen wir zum Thailänder zum Abendessen. Esther hat auch mit ´Film´ zu tun, sie arbeitet aber hauptsächlich für den Rundfunk und so kreiste das Gespräch natürlich um dieses Metier. Als wir ihr erzählten, dass wir schon zweimal Wale gesehen hatten, war sie richtig neidisch. So oft und so lange sie auch Ausschau danach hielt, hatte sie doch nie das Glück, welche zu sehen. Der Abend war recht kühl und wir sind froh über unsere warmen Sweat Shirts und die Anoraks.
Vom Queensize Bett aus noch in die Glotze geschaut und dann war auch dieser Tag ein gewesener Tag. Ein wunderschöner Tag…

53. Tag SYDNEY

Das Wetter war herrlich, Sonnenschein, blauer Himmel und eine Klippenwanderung nach BONDI BEACH stand auf dem Programm. Am Sonntag sind natürlich auch die Städter unterwegs. Allem Anschein nach befanden wir uns auf einer be-liebten Wanderstrecke...
Über das DUNNINGHAM Reserve, eine parkähnliche Grünanlage, zur GORDONS Bay, eine winzige Bucht nur aus Felsen bestehend. Weiter zur CLOVELLY Bay, eine fingerlange, schmale Bucht mit handtuchgroßem Sandstrand und einem Meerwasserpool. Am Rand des BURROWS Parks entlang führte uns der Wanderweg an einen Hang, der sich bei näherer Betrachtung als Friedhof entpuppte. Eine herrliche Lage mit Blick auf den SOUTH PACIFIC OCEAN, be-neidenswert, aber für diese Ruhestätte haben wir ja noch einige Zeit. Außerdem ist es ein sehr alter Friedhof und er wird nur noch wenig benützt. Interessant ist die Tatsache, dass unmittelbar oberhalb des Friedhofs ein BOWLS CLUB liegt, der in alter englischen Tradition von älteren Herrschaften sehr reflektiert war. Diese Tatsache entlockte uns sogleich einige anzügliche Be-merkungen. Die Bowls Clubs sind in Australien sehr verbreitet. Wenn man die Herrschaften in ihrer schneeweißen Robe die Bowlskugeln über den kurzgeschorenen und glatt gewalzten Rasen, der ausschaut wie ein grüner Teppichboden, schieben sieht, fühlt man sich ins 19. Jahrhundert versetzt. Die Damen tragen weiße Kleider mit Hütchen und weiße Turnschuhe, die Herren die dazu passenden weißen Anzüge mit Weste, steife Strohhüte, und ebenfalls weiße Turn- oder Sportschuhe.


Bowls Club

Als nächstes kamen wir zur NELSON Bay mit der BRONTE Beach. Eine etwas größere Bucht mit kleiner Promenade und Imbisstand. Hier legten wir eine kurze Rast ein, mit Cola und einem Eis in der Tüte. Wir kamen an der kleinen TAMARAMA Bay vorbei, dann noch die MACKENZIE Bay, die mit den zerklüfteten Felsen ein eindrucksvolles Naturbild erscheinen lässt. Steil bergauf am MARKS Park entlang, kamen wir zum MACKENZIE Point, einer sehr hohen Klippe mit Lookout und herrlichem Blick auf die große, mit breitem Sandstrand bestückte und seebadähnliche BONDI Beach. Steil ging es jetzt über Treppen hinab, um dann in einem gemütlichen Weg zu münden. Hier war eine Menge sonntäglich gekleideter Leute mit Kinderwagen und Hunden an den Leinen unterwegs. Stundenlang hätten wir noch gehen können, am liebsten noch bis zur WATSONS Bay, dem nördlichsten Zipfel dieses Küstenteils. Aber erstens wussten wir nicht, ob der Wanderweg so weit ging und zweitens war es schon wieder spät geworden. Also nahmen wir den Bus und fuhren zurück. Abends bummelten wir noch durch unser Viertel, nahmen einen Imbiss ein und gingen in ein Biergartenlokal, um ein oder zwei Biere zu trinken. Zum ´Draußen´ sitzen war es leider zu kühl, es war ja schließlich Winter. Am Wochenende ist in diesem Lokal die Hölle los, es spielen gelegentlich Rockbands und das Publikum ist eindeutig eine andere Generation, als wir. Aber es war ganz lustig und wir machten eine ´nette Beobachtung´. Früher war das Lokal berüchtigt wegen Alkohol- und Drogenmissbrauch und Polizeirazzien waren an der Tagesordnung. Nachdem der damalige Besitzer Selbstmord begangen hatte, war es für längere Zeit ge-schlossen. Ich würde heute aber auch nicht die Hand ins Feuer legen, denn wo so viel Jugend gebündelt auftritt, sind die Drogen auch nicht weit. Die ´nette Beobachtung´ ließ uns beschließen, am Montagabend, meinem Geburtstag, hier, in dem Biergartenlokal zum Essen zu gehen.
Morgen, Montag, ist PUBLIC HOLIDAY, dass heißt, ein Feiertag wird so gelegt, dass er entweder auf einen Freitag oder Montag fällt.
Das ist eine gute Idee und bei der arbeitenden Bevölkerung sehr beliebt. Noch mal etwas Meerluft geschnuppert, zum Hotel zurück, vom Bett aus ferngesehen und bald entschlummert.

Fortsetzung folgt




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