On the Wallaby... oder Alle Wege sind weit in Australien

 


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46. Tag GOLD COAST , Winteranfang

Heute ist der 1. Juni, Winteranfang und dementsprechend kühl. Ich habe hier ´Downunder´ so meine Problemchen mit den Jahreszeiten. Aber es ist trotzdem noch so warm, dass man den Pulli nur über der Schulter trägt. Mittags kann man schon auch noch ein Bad im Pacific nehmen.

1. Juni Winteranfang

Heute ein Ausflug nach TWEED HEADS, das mit COOLANGATTA eine Zwillingsstadt bildet. Der eine Teil der Twin Town gehört zu Queensland und markiert das Ende der Gold Coast, der andere Teil ist schon New South Wales. Früher fuhren die Leute von Brisbane und der Gold Coast über die ´Grenze´ nach Tweed Heads ins Casino, als das Glücksspiel in Queensland noch verboten war. Heute ist es erlaubt, und die vielen Casinos haben regen Zulauf.
In der Nähe von unserem Motel ist das neue, supermoderne ´JUPITERS CASINO´. Die neuesten Spielautomaten, Roulett und Black Jack, wo man 24 Stunden ´rund um die Uhr´ seine letzten Dollar loswerden kann. Nicht zu glauben, wie da die ganz normalen, einfachen Leute ihr Geld hintragen. Man kann ja schon fast sagen, die Spielsucht ist allgegenwärtig. Wir haben mit so etwas nichts am Hut.
Wir fuhren über zwei große Flüsse, die die Küste zerschneiden.
Erstens der TALLEBUDGERA Creek, der hinter Burleigh Heads - und zweitens der CURRUMBIN Creek, zwischen Palm Beach und Currumbin in den Pacific münden.
Vor Coolangatta ist ein recht großer Flugplatz, der GOLD COAST AIRPORT. Aus allen Teilen Australiens landen hier die Maschinen und nach Burleigh Heads ist es mit dem Taxi nicht weit. Das ist doch gut zu wissen, wenn ich hier mal meine Rente verleben werde oder zumindest möchte.

Auf dem Weg ins Motel kauften wir zwei süße Stücke, kochten zu Hause Tee, ruhten ein wenig aus und warteten auf den Anruf von Günther.
Um halb sieben sollten wir bei Günther sein und fuhren mit den Schechtels zum Abendessen in einen Deutschen Club. Also doch…
Wir staunten nicht schlecht, als wir wieder in Tweed Heads ankamen. Viele Clubs in Australien sind ehemalige Legionärs- oder Veteranen Clubs. Heute sind es eher Sport- und Vereinsclubs, sie stehen allen Leuten offen und sind bei Jung und Alt sehr beliebt.
Ein schon recht voller Parkplatz und wir fuhren am hell erleuchteten Hauptportal vor.
Grell schreiende Ornamenttapeten, ein ebensolcher weicher Teppichboden nahmen uns in Empfang. Mit einem mit Teppichware ausgekleideten Lift fuhren wir zur fünften Etage hinauf. Ein großer Saal mit Holzgetäfelter Kassettendecke, Teppichboden und weiß eingedeckten Tischen. Alles sehr gediegen, in Eiche und gepolsterte Stühle. Bevor wir den Saal betraten, zahlte Günther für uns fünf Figuren den Betrag für Essen und Getränke. Meistens ist Tee, Kaffe oder auch ein Bier inklusiv. Zusätzliche, insbesondere alkoholische Getränke werden gesondert abgerechnet.
Ja… und dann gingen wir ans Buffet…
Eine reiche Auswahl an Suppen, Vorspeisen, Gemüsen, Salaten, verschiedenen Fleischsorten, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Mir lief buchstäblich das Wasser im Munde zusammen.
Dann stürzte ich mich auf köstliche Salate, mehrere Chickenwings (Hühnerflügel), gebackene Kartoffeln und Lammbraten. Im zweiten Anlauf: Nudeln mit Gulasch und noch einmal Chickenwings. Oh… war das köstlich…
Danach war ich platt und es passte nur noch ein Eis und rote Grütze in mich hinein.
Erstaunt war ich, was Tante Gerda so alles in sich hinein schob und zum Schluss noch Obstsalat, zwei Stücke Kuchen und Kaffee. Aber Günther, seine Frau und Claudia waren auch keine schlechten Esser. Und ich natürlich auch nicht. Es war so lecker, am liebsten hätte ich noch ein paar Hühnerflügel eingepackt, so gut waren die.
Dann kam der vergnügliche Teil des Abends. Mit dem Lift fuhren wir zur zweiten Etage hinab. Unvermittelt standen wir in einer riesigen Spielhalle. Hier gab es Bingo- und Wetträume, Bars und Sitzecken, aber den größten Teil der Halle nahmen die Computerspielautomaten ein.
Tante Gerda war verschwunden, was aber niemanden störte und Günther führte uns in die Geheimnisse der Spielautomaten ein. Wir hatten einige Dollars in 10 Cent Stücke getauscht und überließen uns der Spielleidenschaft. Da das Geld schnell weg war, probierten wir unser Glück an einem anderen Automaten.
´Ja… schau mal… da ist ja auch Tante Gerda…´ Mit hochroten Apfelbäckchen saß die alte Dame vor einem der vielen Automaten und hatte die Welt und uns vergessen. Es machte ihr einen höllischen Spaß und am Ende hatte sie sogar $20.- gewonnen und strahlte.
Ganz Australien scheint der Spielleidenschaft verfallen zu sein, denn überall wo wir danach noch in diversen Clubs Essen waren, hingen Trauben von Menschen in allen Altersgruppen vor diesen Dingern, die garantiert aus Amerika auf diesen Kontinent gekommen sind. Nicht zu vergessen die Wettleidenschaft für Pferde- und Hunderennen, die aber die englischen Herren aus der alten Welt mitgebracht hatten.
Dann wurde es Zeit, nach Hause zu fahren. Es war ein netter Abend, Tante Gerda war glücklich, der Rest zufrieden. Vor Günthers Haus verab-schiedeten wir uns, wünschten reihum ´alles Gute´…´kommt doch mal wieder vorbei´, stiegen in unser Auto und fuhren ins Motel.

Es war jetzt gegen 11:pm. Bald lagen wir in den Betten und hofften auf einen guten Schlaf und schöne Träume.


47. Tag           GOLD COAST

Die Sonne strahlte wieder vom blauen Himmel, aber es war etwas kühl.
Am Strand entlang marschierten wir nach Burleigh Heads und ich beschloss endgültig, hier meine Rente (mit Claudia) zu verleben. Meine zwei Lebensversicherungen müssten eigentlich reichen, um hier ein ruhiges, beschauliches Rentnerdasein zu führen. Nun, wir werden es ja sehen…
Es gibt an der Küste, bei Burleigh Heads einen mit Regenwald bewachsenen Hügel, den KOALA Nationalpark. Tatsächlich sollen hier noch Koalas leben.


Blick vom Koala NP auf Burleigh Heads

Wir gingen einen abgesperrten Weg, unerlaubt und nach einiger Zeit wussten wir auch, warum er abgesperrt war. Bei den letzten Regengüssen hatte sich aus luftiger Höhe gigantisches Basaltgestein gelöst, war mit Tonnengewicht den Hang herab gestürzt und hatte den Weg versperrt. Puh… ein Glück, dass da niemand zu Schaden kam. Unser Blick ging nach oben und voller Entsetzen sahen wir noch überhängende Basaltstelen, die sich jeden Moment lösen konnten. Aber wahrscheinlich hängen die das nächste Jahrhundert auch noch über.

In der Höhe Basaltgestein

Schnellstens verzogen wir uns aus der Gefahrenzone, man kann ja nie wissen…
Wir erreichten einen Lookout und hatten einen herrlichen Blick (nördlich) auf die Küste und Surfers Paradise, wunderschöne Yuccapalmen, den Pacific und die Gischt spritzenden Wellen, die sich auf dem Basaltgestein brachen. Weiter führte der Weg durch Urwald, mit Schlingpflanzen so dick wie ein kräftiger Männerarm, Wurzeln von unglaublichem Ausmaß und mehreckigen Basaltstelen.


Basaltstelen und dicke Wurzeln

Noch ein Lookout, wir sahen vor uns (südlich) die Mündung des Tallebudgera Creek und die Küste bis Tweed Heads. Wir kamen an einem MORETON BAY FIG – Baum vorbei, dessen Größe meine Vorstellungskraft überstieg. Es war mir nicht möglich, trotz Weitwinkel, diesen kleinblättrigen, riesigen Gummibaum auf ein Foto zu bannen.

Moreton Bay Fig

Auf der anderen Seite des Koala NP kamen wir wieder in den Ort. Hier war eine leuchtend rote Christstern Hecke, viele Ibisse und verschiedene Palmen, die Überreste eines tropischen Regenwaldes.

Ibisse

Dann waren wir wieder an der Promenade von Burleigh Heads. Schöne, große Pinetrees, Picnic Areas, wo Gasgrille zur Verfügung stehen, kostet einen Dollar oder auch nichts, etliche Bänke mit Blick auf den Pacific, auf denen sich ältere Herrschaften gut ausruhen können. So richtig nach meinem Geschmack. Ja… hier bin ich zu Hause.


Burleigh Heads mein Rentenparadies

Wir traten am Strand entlang den Heimweg an, verbummelten den Nachmittag und am Abend waren wir wieder beim Chinesen im Einkaufszentrum OASIS.

48. Tag GOLD COAST

The sun shines bright and we can say, this is a lovely day today.
Weiße Wolken ziehen vorrüber, die Sonne scheint, es ist auch wieder wärmer, man kann fast sagen es ist etwas schwül. Wie nahmen unsere Wäsche von der Leine und bügelten. Am Nachmittag werden wir packen. Morgen geht unsere Reise weiter, an der Küste entlang nach Süden, in Richtung Sydney.

Neben dem ´Jupiters Casino´ befindet sich ein unglaublich großes, neues Einkaufszentrum. Ein Portal, pink – blau angemalt, weithin sichtbar und mit Fahnen geschmückt, erinnert es eher an eine Hollywood Filmkulisse, als an ein banales Einkaufszentrum. ´PACIFIC FAIR´ so heißt das Ungetüm ist eine Stadt in der Stadt. Parkplätze so weit das Auge reicht. Kinderspieloasen, wo man seine kleinen Lieblinge abgibt, damit man in Ruhe shoppen kann.
Riesige Hallen in modernster Architektur, viel Glas, überall Rolltreppen zu den oberen Etagen und ein Überangebot an Waren. Von Seife über Bilder, Konfektion, Reisen, Hüfthalter, Souvenirs, Unterwäsche, Sportzubehör, Lebensmittel u.v.m. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Ich könnte mir denken, dass auch hier Japaner ihre Hände im Spiel haben.
Außerhalb der Hallen sind Kopfsteingepflasterte Gassen, kleine Häuserblocks mit Kinos, Geschäften, Apotheken, Kneipen, Restaurants, Discos, Fast food Ständen, Marktbuden, Videoshops, Spiel- und Gruselkabinetten. Es ist eine komplexe Kleinstadt, wo man alles bekommt, zu Fuß erledigen kann und die rund um die Uhr geöffnet hat. Auch hier bunte Farben und die Atmosphäre ist heiter und fröhlich. Entspannt könnte man den ganzen Tag verplempern und verquatschen, wenn nicht…´ach du meine Güte, jetzt hätte ich beinahe die Kids vergessen´… Nun ja, wir hatten aber keine.
Wir bummelten gemütlich durch die Gassen und waren erstaunt, wie viele Leute sich hier den Tag versüßten. Es ist erstaunlich, dass bei solchem Riesenangebot an Waren noch Gewinne gemacht werden. Gut, der eine oder andere Laden muss dicht machen, aber die meisten haben ihr Aus-kommen.
Ein Blick zum Himmel… ´huch, da kommen ja dunkle Wolken... das sieht ja sehr nach Regen aus´… Da machten wir uns lieber mal auf den Heimweg. Ein kleiner Spaziergang noch durch Burleigh Heads, ´Fish and Chips´ für $ 4.- in einem Lädchen gegessen und dann flotten Schrittes, am Strand entlang nach Broadbeach zum Motel marschiert. Die dunklen Wolken wurden dichter und gegen 2:30pm holte uns der Regen ein. Etwa eine ½ Stunde Weg lag noch vor uns und in Ermangelung eines Schirmes waren wir bald nass bis auf die Knochen. Die Brille nahm ich vorsichtshalber ab, weil ich ´ohne´ wenigstens sah, wo ich hintrat. Trotzdem hatten wir sehr viel Spaß dabei.
Die Packerei war ein wenig traurig, wusste ich doch, dass es für´s Erste vorbei war mit meinem ´Rentendasein´. Aber der kleine Vorgeschmack… wunderbar, herrlich, einmalig…

Später packten wir noch das Auto. ´Irmchen´ kam wieder in die präparierte Colaflasche, und nach einem ruhigen Abend lagen wir ein letztes Mal in ´unseren´ Betten.

Fortsetzung folgt




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