On the Wallaby... oder Alle Wege sind weit in Australien

 


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38. Tag           Fahrt nach WINDORAH

6:30am aufgestanden, Duschen, Frühstück, alles verpackt und verstaut, heute wieder besonders pingelig, da wir ca. 300km DIRT-, GRAVEL-, SANDY- ROAD hinter uns bringen mussten. Diese Pisten ´Dreck- Schotter- Sand´, werden manchmal von einer ROUGH ROAD abgelöst, das heißt: besonders raue Fahrbahn, tiefe Löcher, ausgefahrene, steinharte Spurrillen, manchmal muss man sich auch einen neuen Fahrweg suchen. Da ist Vorsicht geboten, will man keine Reifenpanne riskieren. Aber erst einmal fuhren wir 175km Asphaltstraße bis LONGREACH.
Wir kamen ohne nennenswerte Begebenheit in Longreach an und suchten eine Tankstelle. Die erste war nicht mehr in Betrieb, die zweite war geschlossen, und wir hatten schon Bammel, ob wir überhaupt noch tanken konnten. Was in der Gegend, wo wir hinwollten eine Katastrophe bedeuten würde. Aber ´Gottseidank´, die dritte Tankstelle machte gerade auf und wir konnten Diesel tanken, soviel in unsere zwei Tanks hinein ging.
Ab Longreach ging es auf besagte Dirt Road. In ´nullkommanix´ verlässt man die Zivilisation und ist auf sich allein gestellt. Tröstlich ist nur, dass uns alle paar Stunden eventuell ein Auto entgegen kommt. Karge Savanne zu beiden Seiten. Im flachen Land ein FLOOWAY, ein Flutweg, der bei Hochwasser weite Flächen überflutet. Man kann nie wissen, ob in den Senken Wasser steht und so mancher ist im angespülten Schlamm stecken geblieben. Heute sind diese Senken meist asphaltiert und gut zu befahren.

Savanne mit Floodway

Gelegentlich gibt es, von den Farmern tiefer gelegte Wasserlöcher, damit die Rinder und andere Tiere auf den weiten Weideflächen nicht Durst erleiden müssen. Wenn der große Regen versickert ist, wird die Erde von Wind und gnadenloser Sonne getrocknet und reißt auf.
Stopp… halt doch mal an… da sehe ich was…

 Sieben Emus
 
Sieben ausgewachsene EMUS standen auf einem Weg und schienen auf mich zu warten. Foto geschnappt und raus aus dem Auto. Leider ließen die sich nicht so gerne fotografieren und ergriffen die Flucht. Bei der Gelegenheit konnte ich Massen eines unangenehmen Gestrüpps aus der Nähe sehen, das der Wind als ´Dornenbälle´ über die flache Savanne weht. Bei der Rollbewegung werden die Samen überall verstreut. Die ´Dornenbälle´ bleiben in den Zäunen hängen und die Farmer können gegen diese Plage nichts machen. Abbrennen wäre eine Möglichkeit, aber die Farmer müssten ständig neue Zaunspfähle setzen.

Dornenbälle

Die weit abgelegenen Stations, mit Zufahrt von der Dirt Road, haben teilweise lustige, riesige Briefkästen, in denen nicht nur die Post, sondern auch sperrige Güter deponiert werden.

Ein Briefkasten 

Noch ein Briefkasten

STONEHENGE ist ein kleines Örtchen mit netten Häusern. Auf der einzigen Straße ein Hotel mit Pub, was von außen schon recht einladend aussah. Hier machten wir Pause. Vor dem ´Stonehenge Hotel´ lagen verschieden geformte Steine, zu unserem Erstaunen, Steine mit Opaleinlagerungen.

Stonehenge Hotel

Boulder Opal
 
In dieser Einöde erwartete uns eine blitzsaubere Bar. Eine junge, sehr nette Frau, die das kleine Hotel und die Bar leitete, machte jeder von uns ein Super Steak Sandwich. Wir tranken eine Coke dazu und das unvermeidliche Gespräch nahm seinen Anfang. Immer wieder bin ich erstaunt, wie offen und herzlich die Australier auf Fremde zugehen. Ohne Argwohn und Vorurteile wird man ´Willkommen´ geheißen. Bei uns ist das ja meistens nicht so.
Wie man es dreht und wendet, ab einem bestimmten Punkt kommen wir immer auf Ludwig Leichhardt zu sprechen, den deutschen Forscher, der seit 1848 verschollen ist. Die junge Frau kannte sich da aus, aber sie meinte: …´hier geht das Gerücht herum, das der Leichhardt schwul gewesen sein müsse´… Das hat Claudia ganz schön irritiert, weiß sie doch von zahlreichen Briefen, die Leichhardt an seine Familie – in der Mark Brandenburg – geschrieben hat, dass er ein vom Forscherdrang beseelter und vergeistigter Mensch war, der sicher mit Sex nichts am Hut hatte. Er schrieb in einem Brief, dass er irgendwann mal eine Familie gründen wollte, was aber wegen seines Verschwindens nicht eingetreten ist. Na…gut… so hat jeder seine eigene Theorie.
Nach Stonehenge veränderte sich die Landschaft.
Der THOMSON RIVER  begleitete noch eine Weile unsere Fahrt. Von einer Anhöhe mit Picnic Area und Lookout hatten wir einen wunderbaren Blick über herrliches Buschland, und durch das lichte Grün schaute hellroter Sandboden. Mehr und mehr zeigten sich Sanddünen, die Ausläufer der SIMPSON DESERT, also der ´Simpson Wüste´.


Sanddüne Anfang der Simpson Desert

Jetzt ereilte uns unvermittelt eine knochenharte Dreckpiste, die dann in eine schwammige Sandpiste überging. Dieser Straße zollten wir unsere ganze Aufmerksamkeit und kamen kurz vor der Dunkelheit in WINDORAH an.

  Auf der Sandpiste

Ortsschild Windorah

Als Erstes fuhren wir auf den Campingplatz, wo man sogar ohne zu löhnen stehen konnte. Es waren bereits zwei Campmobile da und wir waren das Dritte. Dann die inzwischen übliche Putzorgie und anschließend ein kleines Abendessen. Die Toilet hatte ein großes Loch im Wellblechdach und auf der Klobrille saß ein dicker, grüner Frosch mit roten Augen. Ich komplimentierte ihn herunter und er sprang mit einem Satz an die Wand und blieb mit seinen Saugfüßen dort hängen. In der Dusche machte ich Bekanntschaft mit dem Wasser aus dem COOPER CREEK. Eine weißliche, grau-gelb-kalkige Brühe kam aus der Brause. Das Wasser war aber heiß und erfüllte seinen Zweck. Es gab auch eine Waschmaschine und eine der Campfrauen wusch dunkle Wäsche. Sie erzählte: …eine Fremde fragte eine Campfrau…´ach, sie waschen mit dieser Brühe ihre Wäsche? Wird die denn sauber? ´  …´Sie werden es nicht glauben, aber ich hatte noch nie so saubere Wäsche wie hier…´ Und das kann man mit ruhigem Gewissen glauben.
Später statteten wir der einzigen Kneipe einen Besuch ab. Daran angeschlossen ist das einzige Hotel, das WESTERN STAR HOTEL, wo man einigermaßen übernachten kann. Als Claudia hier mit dem Filmteam, (Aug./Sep.1995) für `Leichhardt´ drehte, nahmen sie in diesem Hotel Quartier. Das Pub war schmuddelig und es roch unangenehm. Nach zwei Bieren trotteten wir zu unserem Bushcamper und gingen bald in die Betten.

39. Tag           Zum COOPER CREEK und über GROVES Station nach QUILPIE  

Der grüne Frosch mit den roten Augen hatte sich versteckt, es nützte ihm aber nichts, ich fand ihn diesmal unter der Klobrille. Mit der Spülung sah ich die Beine eines zweiten Frosches, der die Frischwasserdusche sichtlich sehr genoss.
Claudia war in eine Unterhaltung mit einem Campehepaar vertieft und ich machte derweil das Frühstück. Wie sich herausstellte, war das Ehepaar auf den Spuren von SIR THOMAS MITCHELL unterwegs. MITCHELL war um 1845 SURVEYOR GENERAL, General Landvermesser im Namen der Regierung von New South Wales, ein Konkurrent, Neider und Widersacher von Leichhardt. Seine Expeditionen waren nicht so spektakulär, wie die von Leichhardt und Mitchell ließ keine Gelegenheit aus, um die Erfolge seines Rivalen zu schmälern. Er, Mitchell, ein ranghoher Militär im Dienste der Regierung und Leichhardt ein Militärverweigerer in seinem Heimatland, der auf eigene Kappe und mit Hilfe von Freunden und Gönnern seine Expeditionen finanzierte. Das kann doch nichts sein…
Endlich ging es weiter.
Wir befanden uns jetzt im CHANNEL COUNTRY. Wie der Name schon sagt, diese Gegend ist von vielen Kanälen mehrerer großer Flüsse durchzogen. Da sind: etwas nördlicher, der Hamilton- und Diamantina River, und südlicher, der Thompson River und der Cooper Creek, der unser momentanes Ziel war. Am Straßenrand ein Schild: ´COOPER CREEK- CHANNELS 10km´, das heißt, bei Hochwasser des Cooper Creek laufen die Kanäle auf einer Breite von bis zu 10km voll Wasser und überschwemmen ein riesiges Gebiet.

Warnschild Flooding
 
Messpfähle ´Indicators´, zeigen an, wie hoch das Wasser an der tiefsten Stelle ist. Oft 9m hoch. ´ROAD SUBJECT TO FLOODING´, die Straße liegt unter der Flut und das Ausmaß dieses gigantischen Sees kann man sich nicht vorstellen. Dann geht es nur noch per Boot über das Weidland.

  Gestrandetes Eisenboot

An einem Baum finden wir einen alten, verrosteten Eisenkahn, mitten in der trockenen Prärie. Wahrscheinlich von einer früheren Flut angeschwemmt und, wie die Autowracks, einfach liegen gelassen. Für ein Foto wunderbar geeignet. Vor der Brücke des Cooper Creek stellten wir das Auto ab und schwärmten zur Erkundigung der Flussufer aus.

Cooper Creek

Das weißliche, gelb-graue Wasser - kam gestern und heute früh schon aus der Dusche – fließt träge, an den Ufern dicht bewachsen, in seinem Flussbett dahin. Schwärme von Schwalben mit fröhlichem Gezwitscher tummeln sich über dem Wasser. Am Ufer entdeckte ich uralte, verknöcherte Eukalyptusbäume, die seit Jahrhunderten der Unbill der Natur zu trotzen scheinen. Daneben eine grüne Wiese, voll mit vierblättrigem Klee. Am gegenüber liegenden Ufer eine Picnic Bank, so richtig zum Träumen.

Eukalyptus uralt

Idylle mit Picnic Bank

Eine dicke Spinne verdaute gerade ihre Beute. Wir sind ihrem Netz lieber nicht zu nahe gekommen, sind ja hier auch einige Spinnenarten ziemlich giftig. Außerdem gehören Spinnen nicht unbedingt zu meinen Lieblingstieren.

Verdauende Spinne

Der Cooper Creek führte erstaunlich viel Wasser und ich kann mir gut vorstellen, dass Leichhardt hier mit seinem Expeditionstross eine längere Rast eingelegt hatte.
Nach Claudias Theorie kann es gut möglich sein, dass Leichhardt auf seiner letzten Expedition 1848, wenn er eventuell umkehren musste, hier auf seinem Rückweg angekommen ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach, (allein und sehr geschwächt) von einer Flutwelle erfasst und weggespült. Zahlreiche Suchaktionen blieben ergebnislos und so ist der Mythos ´Leichhardt´ bis heute in Australien erhalten geblieben. Diese Gegend, die Sanddünen, die Schwalben, der Fluss, alles das erinnert an die Markt Brandenburg, in der Leichhardt aufgewachsen ist und wo Nachkommen seiner Familie heute noch leben.
Gerne hätten wir uns hier noch länger aufgehalten, aber die Zeit…
Wir wollten noch einen kleinen Abstecher auf die Station von Mister GROVES machen. Auf dessen Land, oberhalb vom Cooper Creek, hatte man vor längerer Zeit einen Baum, mit angeblicher Markierung von Leichhardt, ein eingeschnitztes großes ´L´, entdeckt. Einen so genannten ´L-TREE´.
Nachdem Claudia und das Filmteam vor zwei Jahren kein Glück hatten, diesen ´L-TREE´ zu sehen, machten wir uns erneut auf den Weg. Über ein Grid, das ist ein Rost, damit Schafe oder Rinder nicht über den Fahrweg nach draußen kommen, bogen wir von der ´Hauptstraße´ ab. Vorbei an wunderschönen, roten Sanddünen im sonst flachen Weideland, die mit hellem Grün bewachsen sind, fuhren wir eine ganze Weile in das Farmland hinein und kamen an einem bescheidenen Haus an. Es war Sonntagnachmittag.
Auf der Leine hingen blaue Arbeitsklamotten, Türe und Fenster standen offen, ein Radio plärrte, ein schwarzer Hund und ein Welpe sprangen uns freundlich entgegen und das Geräusch unserer Autohupe ließ den Hausherren neugierig aus dem Haus herauskommen. Ein sympathischer, jüngerer Mann, der die Station alleine bewirtschaftet. Sein Land ist 7000 Acres groß, das sind ungefähr 2000ha und er besitzt etwa 8500 Schafe.

Mr. Groves Haus
 
Mr. Groves hörte sich unser Anliegen an und wir erhielten die Erlaubnis über sein Land zu fahren. Es folgte eine längere Erklärung, wie wir diesen –inzwischen gefällten Baum-, den heute eine Gedenktafel ersetzt, finden können.
´Erst einmal geradeaus, wenn Sie unsicher werden, folgen Sie den frischsten Autospuren. Dann das erste Gatter, da nach links, weiter zum zweiten Gatter, da am Zaun entlang, den Weg durch den Gully müssen Sie sich selber bahnen. Es könnte ein bisschen feucht und ´boggy´ sein, aber Sie dürften es schaffen. Wenn Sie am Zaun weiter fahren, dann kommen Sie genau zu dieser Stelle, wo jetzt die Gedenktafel steht´.
´Vielen Dank für Ihre Freundlichkeit´.
´Ist schon okay, aber hängen Sie mir einen Zettel an die Tür, wenn Sie wieder zurück sind. Sonst werde ich Sie suchen müssen, man kann ja nie wissen, ob Sie irgendwo stecken bleiben oder so´.
´Okay, wird gemacht, nochmals vielen Dank, bye bye´.
´Bye bye und viel Vergnügen´.
…Nun… dieses Vergnügen hatten wir…
Endlos fuhren wir durch die Prärie, eine schöne Steppenlandschaft, dann das erste Gatter. Der Weg war teilweise sehr ruppig und vor uns tauchte ein Wasserbehälter auf. Auch hier gab es Schwalben. Von den 8500 Schafen sahen wir kein einziges.

Weideland mit Wassertank

Weiter ging die Fahrt, und ich glaubte es nicht mehr, aber wir kamen an das zweite Gatter. Was hatte Mr. Groves gesagt? ´Am zweiten Gatter immer am Zaun entlang´.

Gatter... die Suche beginnt

Keine Autospuren mehr, nur noch Gestrüpp und Steine. Unbeirrt quälten wir das Auto und uns vorwärts. Ja… verdammt… was ist den jetzt los. Ein Graben, der hauptsächlich aus Schlamm bestand, fast verdeckt von dichtem Gestrüpp, versperrte uns den Weg. Ah… der Gully, von dem Mr. Groves gesprochen hatte. Nur mit mehr Wasser und Schlamm, als er meinte. Sollten wir das Risiko… wir haben ja schließlich 4- Radantrieb… !? Ein Blick über den Zaun… da war zwar auch der Gully, aber kaum Schlamm und Autospuren entdeckten wir auch. Mist… jetzt sind wir wohl auf der verkehrten Seite des Zaunes gefahren.
Also ´kurze Rede langer Sinn´, rein in die Karre, wenden, zurück um Gatter und auf der anderen Seite das Glück erneut versucht. Wir kamen ganz gut durch den Graben. Die Reifen gruben sich in die weiche, feuchte Erde und hinterließen tiefe Spuren.

Gully... unsere Reifenspuren

Wir holperten über einige Rinnen und Steine. Waren gute 20 Min. unterwegs und… wir trauten unseren Augen nicht… Ein Zaun, der vor uns auftauchte, hinderte uns am weiterfahren. Ach du Scheiße… war die drübere Seite doch die richtige? ...Nein, nicht noch einmal… sollten wir den Zaun einfach…? Nein, wir gehen zu Fuß weiter. Gesagt, getan.
Wir schlüpften durch den Zaun. Eine tiefe Stille umfing uns. Es war schon unheimlich, wir Beide so ganz allein in dieser Natur wo sich nichts regte.
´Komm, sei kein Hasenfuß, wenn Mr. Groves keinen Zettel findet, wird er uns suchen´. Also los! Eine Weile ging es gut, dann wurde das Gestrüpp hüfthoch und lästige Insekten fanden großen Gefallen an uns. Die Baumreihe, die auf den Fluss hinwies, rückte eher ab von uns, als das sie näher kam. Auch bemerkten wir plötzlich die trockene Hitze und wir hatten kein Wasser mitgenommen. Es ist ja nicht so weit… dachten wir.
Ja… schade… auch diesmal sieht es so aus, dass wir die Tafel mit dem Leichhardtschen Initial ´L´ nicht zu sehen bekommen. Aber das Risiko, was auch immer noch passieren mag, war einfach zu groß. Dann soll es eben nicht sein!
Auf dem Rückweg konnten wir uns an den eigenen Reifenspuren orientieren, hingen Mr. Groves einen Zettel an den Zaun und verließen ein wenig traurig sein weites Farmland.

Bald wurde die Dreckpiste wieder zur einspurigen Asphaltstraße und zügig fuhren wir Richtung QUILPIE.
Die Schatten wurden immer länger, Rinder standen auf der Straße herum, Sanddünen tauchten wieder und wieder auf und die Kilometer wurden scheinbar nicht weniger.


…die Schatten werden länger mit Kuh

Die Erde rechts und links von der Straße leuchtete dunkelrot in der untergehenden Sonne. Wir mussten sehr aufpassen, weil mit der Dämmerung viele Kangaroos und Emus an den Straßenseiten auftauchten. Doch wir sind dann tatsächlich in QUILPIE, der OPAL Stadt, angekommen. Im Dunkeln auf den Campingplatz gefahren, geputzt… heute war es nicht so schlimm… und sogar noch gekocht.
Es stank überall nach faulen Eiern… Das Wasser kommt hier sehr heiß aus dem Boden, aus allen Wasserhähnen und der Dusche. Es ist schwefelhaltig und riecht dementsprechend.
Mit letzter Kraft die Betten gemacht… und bald lagen wir völlig kaputt in der Falle.

Fortsetzung folgt




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