On the Wallaby... oder Alle Wege sind weit in Australien

 


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22. Tag            Nach EMU PARK

Wir freuten uns richtig auf´s Weiterfahren. Es lag eine große Strecke vor uns und in flotter Fahrt ging es über den Pacific Coastal HWY, nach GLADSTONE. Diese Industriestadt, die haupt-sächlich Kohle und Aluminium produziert, ist für uns nicht so interessant. Die Stadt hat großzügige Parkanlagen und das südliche Ende des Great Barrier Reef lockt mit schönen Tauchgründen und zahlreichen Koralleninseln doch einige Touristen an. Wir fahren nur durch den Ort und setzen zügig unseren Weg nach ROCKHAMPTON fort. Am Stadtrand begrüßen uns zwei überdimensionale Rinderskulpturen. Die Region um Rockhampton ist die wichtigste Fleisch produzierende Gegend Australiens. Mit ca. 70 000 Einwohnern zählt diese Gemeinde schon zu den größeren Städten. Sehr schöne, gut erhaltene und liebevoll restaurierte viktorianische Häuser, geben der Stadt ein angenehmes Flair. Die besondere Lage am Wendekreis des Steinbocks, gab der Küste vor Rockhampton ihren Namen: ´CAPRICORN COAST´.
Bis zur Küste sind es jetzt noch ca. 45km. Es ist Nachmittag und wir sehen viele Reiher auf den fetten Wiesen stehen. Raubvögel sitzen auf Weidezaunpfählen und halten Ausschau nach Beute. Es ist eine liebliche, hüglige, grüne Gegend, die zur Küste hin etwas flacher wird.
Die Fahrt nahm und nahm kein Ende, es zog sich ermüdend dahin, noch eine Kurve und noch eine. Aber dann hatten wir es geschafft. EMU PARK, ein kleiner gemütlicher Touristenort mit schönem Campingplatz und netten Wochenendhäusern. Von Rockhampton aus ein beliebtes Ferien- und Ausflugsziel. Viele kleine und größere Inseln sind vorgelagert, sie scheinen auf dem Meer zu schweben und der Pacific ist hier schon ziemlich gezähmt und ruhig. Von hier aus kann man auch Bootsausflüge nach GREAT KEPPEL ISLAND machen.


Vor Great Keppel Island

Auf einem Lookout steht ein Monument zu Ehren von JAMES COOK, dem berühmten Seefahrer. Ein riesiges Segel aus Eisen, das so konstruiert ist, dass bei starkem Wind verschiedene Töne zu hören sind.
An einer Tankstelle kauften wir noch einen 5 Liter Sack Eis für unseren Eski. Die Fahrt war recht lang und bald fielen wir in die Betten.
Good night…sleep very well…

23. Tag           
Nach WHITSUNDAY und AIRLIE BEACH
                                                    
Obwohl wir eine noch weitere Strecke zu fahren hatten als gestern, fuhren wir zunächst an der Küste entlang nach YEPPOON. Die Aussicht auf traumhafte Buchten, eine schöner als die andere, die Inseln davor aufgereiht wie auf eine Perlenkette, dass konnten wir uns nicht entgehen lassen. Ein bisschen  mehr Zeit hätten wir haben müssen, so viel Schönes gab es zu sehen. Eine Stunde Umweg, mehr war aber nicht machbar. Etwas nördlich von Yeppoon gibt es Tropfsteinhöhlen, CAMMOO CAVES und OLSEN`S CAPRICORN CAVES. Diese sind Teil eines unterirdischen Kalksteinhöhlen-komplexes und zwei Millionen Jahre alt. Da hätte ich gerne einen Blick hinein geworfen, aber wie schon gesagt…
Zurück auf dem HWY Nr. 1. Jetzt ging die Post ab, waren heute noch 100km mehr zu fahren.
Über große Strecken gab es nichts als lang-weiliges Weideland, und so konnten wir richtig auf die Tube drücken. So zwischen 100 und 110 km/h.
In MACKAY, Australiens Zuckerhauptstadt, machten wir Pause. Eine sehr schöne Stadt mit breiten, Palmen gesäumten Straßen, Häusern aus der viktorianischen Zeit, einem angenehmen Klima, üppige Grünanlagen, einige schöne Strände und ein wunderbares Orchideenhaus.
Nach einem kurzen Picnic mußten wir aber weiter, ist es bis zu unserem heutigen Ziel, AIRLIE BEACH, noch gute 230km weit.
Zwischen MACKAY und PROSERPINE, an der WHITSUNDAY COAST, liegen 74 Inseln, die bis auf wenige, nicht bewohnt sind. Diese Inseln sind von paradiesischer Schönheit. Bis hin zu den knallweißen Sandstränden reichen die bewaldeten Berghänge, das türkisblaue Wasser und die farbenprächtigen Korallenriffe sind für jeden Schnorchler und Taucher ein idealer Tummelplatz. Den Segelfreuden sind keine Grenzen gesetzt und viele Segler übernachten in einsamen, traumhaften Buchten.
Die größeren bewohnten Inseln, bestehen manchmal nur aus einem Luxushotel, wo auch einige Japaner absteigen. Beliebt sind ein- oder mehrtägige Bootstouren, bei denen man zum Teil auf den Inseln oder an Bord des Schiffes übernachtet. Das touristische Zentrum dieser Region ist AIRLIE BEACH.
Der Campingplatz grenzt direkt an den Nationalpark und so hatten wir als erstes Besuch von Bushturkeys. Es war fast dunkel und man glaubt es kaum… vier Possums kamen auch. Das sind niedliche Beutler mit weichem Fell, Nachtjäger und rotzfrech. Wir fütterten etwas Brot, es wurde gestritten, eins zwei drei auf die Bäume und schon hing mir wieder einer am Bein.
Nach Sonnenuntergang ist es sehr kühl, die Fahrt war sehr anstrengend und lang. Morgen ist ja auch noch ein Tag und wir machten bald die Schotten dicht.

24. Tag            AIRLIE BEACH

Heute war ein geruhsamer Tag. Wir wuschen mal wieder Wäsche, schnitten Fingernägel und hatten keine Eile. Es war recht kühl und die Sonne ließ noch auf sich warten. Kein Wunder bei so hohen Bäumen. Mittags fuhren wir mit dem Bus in den Ort, machten eine Rundwanderung, trödelten durch Geschäfte und kauften eine Menge Ansichtskarten.
Zusammen mit SHUTE HARBOUR und CANNONVALE bildet AIRLIE BEACH die Verwaltungseinheit ´WHITSUNDAY´, wobei die beiden anderen Orte keine touristischen Besonderheiten bieten. Außer einigen Bootsanbietern für Fahrten durch die Inselwelt ist hier wenig los.

Airlie Beach

Airlie Beach hat nur eine kleine Sandbucht, ist aber bei Jung und Alt sehr beliebt. Es gibt zahlreiche Geschäfte, jede Menge Kneipen und das Nachtleben bietet reichlich Abwechslung.
Die Angebote für Ausflüge auf die Inseln und das Reef sind breit gefächert und für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Generell sind diese Ausflüge, ein- oder mehrtägig, nicht gerade billig. Wir buchten eine Tagestour mit einem großen Motorcatamaran. Imbiss, Mittagsbuffet und Schnorcheln inbegriffen, weit draußen im Pacific, wo am Reef Pontons verankert sind. Ich freute mich schon riesig auf diese `Schifferl-fahrt´.
Es war jetzt ganz schön heiß und der Magen fing an zu knurren. In einem netten ´Biergarten´, schon sehr komisch, unter Palmen, labten wir uns mit einem köstlichen Steak Sandwich und wunderbar, kühlem Bier.
Angemüdet fuhren wir mit dem Bus wieder zurück, die Wäsche war inzwischen trocken, und jetzt war `Karten schreiben´ angesagt. Später kam unser Reisespielset zum Einsatz und wir hatten viel Spaß beim Würfeln und beim Hütchenspiel.
Vor 9:pm, schon ziemlich spät für uns, machten wir das Etagenbett, gingen duschen und bald lagen wir in der Klappe.
Die Nächte sind ziemlich kühl, so um die 10° herum.

25. Tag         GREAT BARRIER REEF

Um 6:am war die Nacht vorbei. Aufstehen, duschen, ein kleines Frühstück mit Tee und zwei Keksen, schon marschierten wir zur Bushaltestelle und waren recht schnell in SHUTE HARBOUR am Kai. Dann durften wir auf das Schiff. Ein riesiger Catamaran mit zwei Deck´s. An Bord gab es erstmal Kaffee und Tee. Wir setzten uns ins Unterdeck, denn zum draußen Sitzen war es noch zu kalt. Ein Mann von der Crew sagte uns, ´die See sei ziemlich rau´. In der Tat, es wehte ein kalter Wind vom Südpol her und wir waren froh, dass wir unsere Sweatshirts anhatten. Wir legten ab und die abenteuerliche Schiffsfahrt führte uns zunächst durch die vorgelagerten Inseln. Sind diese vielen Inseln vom Ufer her schon schön anzuschauen, so sehen sie von der Nähe, bewaldet, mit weißen Sandstränden, fantastisch aus.
Ein Stopp bei HAMILTON ISLAND, mit ´First Class Hotel´, das ca. 2000 Gäste beherbergen kann und einen eigenen Flugplatz hat. Hier nahmen wir etliche Japaner, hauptsächlich junge Paare, an Bord. Dann noch mehr Inseln, die See wurde ruppiger und plötzlich offenes Meer, mit riesigen Wellenbergen und Tälern. Es ging hoch und runter, nach rechts und links, herrlich!!!
Einige Leute wurden grün im Gesicht, Kotztüten wurden verteilt, wir schauten vorsorglich den Horizont an und überstanden den ruppigen Seegang ohne Probleme. Immerhin waren es von der Küste bis zum Reef gute 80km raus auf den Pacific. Als wir in die Nähe des riesigen Reefs kamen, wurde das Meer ruhiger und der Ponton, an dem wir für einige Stunden festmachten, schaukelte nur ein wenig. Aber der Wind pfiff ganz ordentlich kalt aus dem Süden.
Eine traumhafte Reefworld tat sich vor uns auf. Mit einem Glasbodenboot fuhren wir am Rand des Reefs entlang. Wunderschöne Korallen-gärten in allen möglichen Formen, bunte Fische und eine große Wasserschildkröte kreuzten unseren Weg. Unglaublich was alles zu sehen war, eine blaue Wunderwelt. Anschließend konnte man schnorcheln.

Claudia vor dem ersten Tauchgang

Claudia zog einen kurzen Taucheranzug an, Brille auf die Nase, Schnorchel in den Mund, Flossen an die Füße und schon war sie im 26° warmem Wasser. Ich nicht. Mir war es zu kühl und auf dem Ponton gefiel es mir besser. Ich machte so meine Beobachtungen und amüsierte mich köstlich. Da waren ältere Frauen und Männer, die sich fürchterlich und umständlich mit den Tauchutensilien abmühten. Da waren junge, japanische Paare, die vor lauter gegenseitigem Fotografieren nicht zum Schnorcheln kamen.
Von zwei Freundinnen gestützt kam ein dünnes, japanisches Mädchen, grasgrün im Gesicht, mit wackeligen Beinen auf den Ponton und ließ sich auf einer Bank nieder. Typischer Fall von Seekrankheit, das arme Ding!
Voller Begeisterung kam Claudia zurück, wir erstanden für $ 25 einen wasserdichten Fotoapparat, dann stürzte sie sich noch mal in die Fluten.

Blaue
Mördermuschel

Später gab es ein delikates Mittagsbuffet mit allerlei Schweinereien, verschiedenen Salaten, Muscheln, Früchten und süßen Nachspeisen, denen wir mit gutem Appetit zusprachen.
Das arme, japanische Dingelchen konnte sicher nichts zu sich nehmen.
Claudia konnte es nicht lassen und ging noch einmal schnorcheln. Auf dem Ponton konnte man eine Treppe hinunter in eine Unter-wasserkabine mit Bullaugen zu allen Seiten gehen. Geschützt hinter Glas sah man große Fische, die dem Treiben der verrückten Menschen, die Brille und Flossen anhatten, zusahen und auf diverse Abfälle von oben warteten. Mit gezücktem Foto wartete ich auf Claudia, die zu mir hinunter tauchen wollte. Da… ist sie… ein komischer großer Fisch, mit grüner Brille und grünen Flosse und Tentakeln… ach nein, das sind ja die Arme und Beine.

Unterwasserwelt am Reef

Gegen 2:30pm legten wir am Ponton wieder ab und die Fahrt ging zurück. Schade, zu schnell verging die Zeit. Wenn wir gedacht hatten, schlimmer als die Herfahrt kann es nicht werden, so sahen wir uns bald getäuscht. Diesmal gab es zu den Kotztüten auch Tabletten. Noch mehr grüne Gesichter um uns herum. Ich schloss die Augen, gab mich völlig den Kreuz-, Längs-, Quer-, Hoch-, Runter- Wellen hin und war doch froh, dass mein Magen ruhig in der Mitte liegen blieb. Claudia wechselte die Farbe, wurde etwas blass um die Nase und hangelte sich nach hinten, was bei einem solchen Wellengang gar nicht einfach ist, an die frische Luft. Nach einer ewig langen Schaukelei kamen wir wieder in ruhige Gewässer, ließen bei Hamilton Island bleich-gesichtige Japaner aussteigen und liefen gegen 6:pm im sicheren Hafen von Shute Harbour ein. Es war schon wieder fast dunkel und in unserem nicht schwankenden Bushcamper ließen wir uns einige Biere schmecken.
Die Nacht war wieder sehr frisch. Als wir die Betten bauten, fingen meine Füße und Beine an zu jucken und brennen. Es war fürchterlich und ich habe in der Nacht kein Auge zu-gemacht. Ich war richtig froh als ich endlich, völlig entnervt, wieder aufstehen konnte.

Das GREAT BARRIER REEF ist das größte Reef der Welt. Es dehnt sich über eine Länge von mehr als 2000km, von PAPUA NEUGUINEA bis nach MARYBOROUGH im Süden von Queensland aus.
Im Jahre 1802 suchte MATTHEW FLINDERS eine Durchfahrt durch dieses unermessliche, große Korallensystem. Immer wieder hinderten Reefs und Inseln die Seeleute an der Durchfahrt. Flinders nannte diese, in tausenden Jahren gewachsene Barriere: ´GREAT BARRIER REEF´.
Dieses Naturwunder verdient den best-möglichen Schutz, um den Lebensraum für unzählige Lebewesen zu erhalten. Taucher, aber auch Schnorchler bekommen einen großen Einblick in diese faszinierende Unterwasserwelt.
1500 Fischarten, 4000 verschiedene Weichtiere, 350 Stachelhäuter und 350 Korallenarten, Meeresschildkröten, Rochen und Haie, tummeln sich am Great Barrier Reef.
Unvernünftige Menschen brechen einfach Korallen ab und nehmen sie als Souvenirs mit nach Hause. Bei hohen Geldstrafen ist das inzwischen streng verboten. Ein Glück, sonst sähe das einzigartige Reef bald aus wie eine abgefressene Weide.

Fortsetzung folgt

 

 




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