On the Wallaby... oder Alle Wege sind weit in Australien

 


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12. Tag          KINGS CANYON

Heute kalt geduscht, Frühstück, alles verpackt und verstaut und los ging’s zum KINGS CANYON. Auch hier waren die Busse schneller als wir. Aber noch ein bisschen getrödelt, und wir waren so gut wie alleine in dieser ursprünglichen Natur.
Bei großer Hitze, mit zwei Litern Wasser im Rucksack, begannen wir den Aufstieg in eine grandiose, völlig andere Bergwelt als der Ayers Rock und die Olgas uns geboten hatten.

Canyon Kings NP

Der KINGS CANYON liegt mitten im WATARRA NATIONAL PARK. Die Felswände stürzen ca. 300 Meter in die Tiefe der Schlucht, die den Canyon bilden. Die Schlucht ist dicht bewachsen und wird nach hinten immer enger. Der Aufstieg ist beschwerlich und sehr „schweiß-intensiv“. Ich habe das Gefühl eher eine hoch-alpine Tour in unseren  Alpen zu machen, als ein paar hundert Meter den Kings Canyon hinauf-zusteigen.

Uraltes Gestein

Aber unsere Mühe wird belohnt mit herrlichen Ausblicken und bizarren Felsformationen. Plateaus mit niedrigen, vom Wind zerzausten Eukalyptus-bäumen und Büschen, die im felsigen Grund um jeglichen Halt kämpfen. Es ist eine gespenstige, traumhafte Welt die vor Jahrmillionen geprägt wurde.
Dann steigen wir steile Holztreppen hinab in eine schmale Schlucht und gelangen zum GARDEN OF EDEN. Man glaubt es kaum, mitten in den Felsen ein kleiner See, tiefblau, einem Spiegel gleich und am Ufer mit Palmen und Farnbäumen bestanden.

Garden of Eden

Aborigines sollen hier noch vor wenigen Generationen gelebt haben. Ich kann es mir gut vorstellen, an diesem herrlichen Ort.
Auf der anderen Seite geht eine ebenso steile Holztreppe wieder hinauf und die Sonne brennt erbarmungslos auf uns hernieder.
Oben angekommen ist diese Seite fast ohne Schatten. Ein paar dürftige Bäumchen bemühen sich redlich, in dieser Wüste aus Stein zu überleben.
Die Felsformationen sehen wie verlassene, verfallene Häuserruinen aus.
LOST CITY wird diese Gegend genannt – verlorene Stadt.

 Lost City

Es ist unerträglich heiß und unser Wasser wird immer weniger. Wir suchen nach einer Abzwei-gung die uns schneller wieder hinab zum Parkplatz bringt. Claudia hatte an der letzten Treppe eine Abkürzung entdeckt, was aber zur Folge hat, dass wir ein Stück des Weges wieder zurück müssen.
Auf geht’s, nicht lang gezögert, wir machten kehrt. Treppe runter, in der Hoffnung auf eine Schatten spendende Felswand, gingen wir den Weg entlang und dann hörten wir vor uns Stimmen. Gerettet… dachten wir.

Ein Ehepaar mit Kind vergnügte sich an einem kleinen Tümpel. Rings herum hohe Feldwände, die ein Fortkommen unmöglich machen. Wir fragten nach dem Weg zum Parkplatz und bekamen auch freundliche Auskunft: „ SIE MÜSSEN DIE TREPPE HINAUF UND DANN DER MARKIERUNG FOLGEN. HIER IST ENDE, HIER GEHT ES NICHT WEITER“.Ich habe gedacht ich werde ohnmächtig… Den Weg zurück, die Treppe wieder hinauf und dann durch die schattenlose LOST CITY, die wir schon mal ein Stück hinter uns hatten. Aber was nützt das Jammern und Zetern, der Parkplatz kommt nicht zu uns!
Mit einem aufmunternden „ komm, wir schaffen das schon“,  begannen wir den Rückweg.

Plateau Lost City

Puh… so eine Hitze. Durch die Schuhsohlen brannte der aufgeheizte Fels. Der Schweiß rann in Strömen den Körper hinab und wir hatten kaum mehr Wasser, um die Körperflüssigkeit wieder aufzufüllen. Alle paar Meter, wenn mal wieder ein mageres Bäumchen seinen spärlichen Schatten spendete, bekam jeder nur einen Schluck Wasser, wussten wir doch nicht, was uns noch alles widerfährt. So ging es noch eine knappe Stunde lang.
Dann waren es nur noch ein paar Meter zum Auto, wo einige Liter Wasser uns wieder ins Leben zurück brachten.
Erstaunlich, wie schnell wir uns erholten. Noch eine saftige Melone verteilt, dann machten wir uns auf den Weg zum Caravan Park „KINGS CANYON RESORT“, wo wir heute übernachten wollten.
Ein wunderschöner, gepflegter Campingplatz, mit grünen Wiesen und einem großen Swimmingpool! Den Rest des Tages verbrachten wir am und im Pool und erfreuten uns am Leben. Herrlich…
Selbst auf die Spaghetti verzichteten wir heute und gingen fürstlich zum Essen. Unsere Nachbarn, drei nette, jüngere Männer in unserem Alter, machten ein gemütliches Feuer und wir genossen den herrlichen Abend.
In der Ferne jaulten Dingos, Wildhunde … plötzlich eine Antwort ganz in unserer Nähe … und dann sahen wir sie.
Die Dingos trabten in aller Seelenruhe über den Campingplatz, machten ein Mordsspektakel und verschwanden wieder. So ging das die ganze Nacht und als ich mal aus dem oberen Autofenster schaute, pinkelte gerade ein Dingo unsere Reifen an. Na, so was…
Die Dingos sind ungefährlich und suchen nur nach Essensresten.
Es war ein aufregender Tag und eine ebensolche Nacht.


13. Tag         Nach  ALICE SPRINGS  mit Umweg zum PALM VALLEY 
                                                                    
6:30am aufgestanden, Duschen, Frühstück, alles verpackt und verstaut, heute noch besser als sonst, da es auf eine GRAVEL ROAD – Sand und Dreckpiste – ging, den LARAPINTA DRIVE (4WD), was bedeutet, auf dieser Straße sollte man nur mit einem Geländewagen mit 4Radantrieb fahren.
Der LARAPINTA DRIVE führt haupt-sächlich durch Aborigines Land. Die kosten-pflichtige Genehmigung (Permit $ 2,-) bekommt man in Alice Springs, im Tourist Center. Wir hatten es rechtzeitig erfahren und waren bestens vorbereitet.
Ein Teil der Strecke ist die berüchtigte MEREENIE LOOP, mit zwei Steilstücken, die jetzt asphaltiert sind und je eine scharfe Rechts-kurve aufweisen.
Mit Tempo 80/90 kmh düsten wir, eine riesige rote Staubwolke im Schlepptau, über die Piste. Streckenweise reiner Sandboden und das Auto schlingerte wie auf Schmierseife. Dann wieder Querrillen, wie ein überdimensionales altes Waschbrett, man holpert und hüpft darüber hinweg und das Kleinhirn wird ganz ordentlich durchgerüttelt. Gelegentlich kommt eine Staub-wolke von vorn, schnell die Fenster hoch und schon sieht man nichts mehr. Dann ist der Spuk vorbei, die Sicht wieder frei … bums, in ein nicht gesehenes Schlagloch gefahren und wir konnten von Glück reden, dass der Reifen noch ok ist. Aber es machte einen Höllenspaß und die Zeit und die Kilometer verflogen wie im Flug.
Nach etwa 170 km entschlossen wir uns zu einem kleinen Umweg von etwa 35 km, zum PALM VALLEY  im FINKE GORGE NATIONALPARK.
Die Fahrt ging erst über Schotter, dann durch das trockene Flussbett des FINKE RIVER, der sich in Windungen, mal rechts, mal links durch das Tal schlängelt und der zu beiden Seiten von immer enger werdenden Felswänden gesäumt ist. Immer mal sehen wir auch in der Nähe der Felsen Wasser, die Reste vom letzten Regen.

   Finke Gorge

Jetzt sackt das Auto ein ….Flusssand, tief und ohne jeden Halt für die Räder. Wenn wir stecken bleiben, können wir den 4WD zuschalten, dann hat jedes Rad eine eigene Kraft. Aber diesen Sand schaffte unser Auto auch ohne.
Weiter geht es, an riesigen Eukalyptusbäumen und viel Gesträuch vorbei, das Tal wird enger, die Felsen weisen bizarre Formationen und geheim-nisvolle Figuren auf. Plötzlich ist der Finke River vor uns, ein Kiesbett voller Wasser.
Ganz langsam fahren wir durch den Fluss. Es ist aufregend und ein bisschen abenteuerlich. Es könnte ja eine Flutwelle …. na ja, es kam aber keine.
Claudia schaltete den 4WD ein. „Ach jetzt kommt uns auch noch ein Fahrzeug entgegen. Ja, wohin denn so schnell...“  Auch diese Situation über-lebten wir. Im Schritttempo ging es weiter. Der Weg ist jetzt mit zum Teil riesigen Steinbrocken bedeckt und das Auto mit dem hohen Dach schwankt beängstigend hin und her.

Unwegsame Steinpiste

Es wird immer enger und unwegsamer. Der Weg führt uns durch das mittlerweile felsige Flussbett. Eine Abzweigung nach links, leider nicht für uns. Dieser Weg führt zum RANGER, der weiter hinten auf einem Hügel in dieser unwirklichen Einsamkeit wohnt. Bei Hochwasser gibt es keine Chance von hier wegzukommen.
Ach du lieber Himmel, jetzt auch noch natürliche, vom Wasser ausgeschliffene Felsstufen. Kaum, dass ich mich halten kann, das Auto kippt fast nach rechts um, dann sackt es wieder nach links, jetzt steigt es wie ein scheuendes Pferd vorne hoch, um im nächsten Moment auf die Vorderachse zu krachen. Im Auto ächzten und knarzten die Ein-bauten. Ein Glück, das wir alles gut verstaut hatten. Ich bangte nur noch etwas um unser Leben und um das des Autos. Die Ölanzeige des Motors ging in den roten Bereich, was nichts Gutes ahnen ließ. Aber weiter ging der Höllenritt im Schneckentempo.
Rinnen, Spalten, Löcher und noch mehr Felsbrocken versuchten uns den Weg zu versperren. Das wir da überhaupt durch kamen, warum fuhren wir eigentlich weiter?
Aber Claudia saß hinter dem Steuer, als ob sie das schon X-mal gemacht hätte.
Und dann ging nichts mehr. Wir standen plötzlich auf dem Parkplatz, wenn man diese unebene Felsfläche so nennen kann. Erstaunlich, es haben sich noch ein paar andere Leute mit Gelände-fahrzeugen hierher getraut. Aus dem Auto raus und erst einmal die verkrampften Muskeln und die ver
bogenen Knochen gereckt und gestreckt.
Vor uns ein enges Felstal, dicht bewaldet mit herrlichen Palmen, grün und üppig. Auch hier lebten noch bis vor wenigen Jahrzehnten Aborigines.

Palm Valley

Es bewegte sich kaum ein Lüftchen, die Welt schien stehen geblieben und den Atem angehalten zu haben.
… hörte ich da nicht eben den geheimnisvollen Klang eines DIDGERIDOO’S?
… den rhythmischen Ton der MUSICSTICKS ?  (Takthölzer der Aborigines)
Nein … es flirrte nur die Hitze, selbst die Vögel waren verstummt.

Traumzeit

Wir einigten uns auf einen kurzen Gang.
Der Weg führte tief in das Tal hinein, wir stiegen über schwarzrotes, von Jahrmillionen verrottetes Gestein, ab und zu blitzte mal eine Wasserpfütze durch das grüne Dickicht. Wir hatten das Gefühl, in einer längst vergangenen Welt, in der Urwelt der Menschheit, angekommen zu sein.

Mystischer Ort

Die Zeit und die Hitze ließen ein längeres Ver-weilen nicht zu. Mussten wir doch auf diesem Wahnsinnsweg wieder zurück bis zum Larapinta-drive fahren. Ich stieg aus dem Auto, um die Wasserdurchfahrt zu fotografieren. Hinter uns blieb ein Jeep mit Japanern stehen, die das gleiche vorhatten. Claudia fuhr durch den Fluss, ich fotografierte und blieb am Ufer zurück. Durch den Fluss hätte ich waten müssen, aber die „Japse“ luden mich in ihren Jeep, mit Vollgas bretterten wir durchs Wasser, die Böschung rauf, der Kies spritzte nach allen Seiten. Mit einer Vollbremsung kamen wir zu stehen. So ein „Kamikaze“ Fahrstil, keinen Meter wäre ich weiter mitgefahren. Die Männer hatten ihren Riesenspaß an dieser Herausforderung. Nun, diese Art von Abenteuer oder besser gesagt, diesen Höllentrip, machen wir nur einmal freiwillig, aber wenn es erforderlich ist, dann können wir auch solche Pisten meistern.
Wir setzten unseren Weg fort und kamen unbe-schadet wieder auf die Straße.
Kurz vor HERRMANNSBURG, einer Aborigines Mission, ließen wir das Öl prüfen. Erst ein Weißer, der geholt wurde, bestätigte, dass mit dem Motor alles in Ordnung war.
Dieser kleine Abstecher von 35 km und zurück hatte uns 3 Stunden gekostet. Aus Zeitgründen nahmen wir jetzt die kürzeste Strecke nach Alice Springs, wo wir kurz vor Sonnenuntergang auf dem Campingplatz ankamen.
In einer gemütlichen, nahen Taverne belohnten wir uns mit gutem Essen und einem köstlichen Rotwein.  PROST …CHEERS …


14. Tag          ALICE SPRING und STANDLEY CHASM

Heute war der letzte Tag unserer ersten Reise mit dem Bushcamper. Wir hatten es so eingerichtet, dass wir noch waschen und bügeln konnten. Finger- und Fußnägel kamen auch an die Reihe, flogen wir doch morgen wieder zurück in die „Zivilisation“ nach Brisbane.
Der Tag lief ohne „komm, wir müssen weiter“ ab und die Ruhe tat uns nach der Hitze und der An-strengung der Tour sehr gut.
Auch konnte ich mal wieder meiner Lieblingsbeschäftigung frönen.
Die Waschmaschine wäscht maximal 25 Minuten, hauptsächlich kalt, dafür ist aber das Waschpulver aggressiver. Der Trockner ist ziemlich heiß und das eine oder anderes T-Shirt hat anschließend Kindergröße. Wenn wir Zeit hatten, wie heute, hängt alles auf der Leine. Bügelbrett und –eisen sind in der Laundry auch vorhanden und es ist ein Vergnügen, mal wieder hausfraulich zu schalten und zu walten.
Die Koffer mussten flugtauglich gepackt werden. Die noch vorhandenen Lebensmittel wurden ver-braucht und diverse Reste verschenkt.

 Mal wieder Spaghettis

Ein letztes Mal kochten wir Spaghetti mit Soße und Tomatensalat. Salz, Pfeffer, Spüli und Zucker passten noch in den Rucksack; unsere Grundaus-stattung für die nächste Bushcamper-Tour in Queensland.
Gegen 3:pm waren wir fertig, alles wieder verpackt und verstaut. Wir machten uns auf den Weg zum STANDLEY CHASM, ca. 45 km von Alice Springs entfernt. CHASM heißt zu Deutsch: „Kluft“. Uns bot sich in der späten Nachmittags-sonne ein faszinierendes Lichterschauspiel.
Die hellen Granitabbrüche oben, noch von der Sonne angestrahlt, schillerten in allen Farben, während der Pfad unten schon tief im Schatten lag. Um diese Zeit kommen die ROCK WALLABYS, das sind kleine, graue und scheue Bergkangaroos zum Vorschein, die geschickt über die Felsen hüpften. Der Grund ist dicht, mit zum Teil uralten, weißstämmigen Eukalyptusbäumen und verschie-denen Sträuchern bewachsen. Umgeknickte, ver-rottete Baumstämme und abgestürzte Granitblöcke bilden ein fast undurchdringliches Chaos. Der schmale Pfad windet sich mehr und mehr in die Tiefe der Schlucht. Am Ende, es geht tatsächlich nicht weiter, versperrt eine steile Felswand den Weg. Ein paar Schritte noch, plötzlich bemerkt man einen geheimnisvollen Lichtstreifen. Noch ein paar Schritte, kaum zu glauben … es sind zwei gegenüberliegende Felswände, die einen schmalen Spalt auflassen.


Standley Chasm

Die Felswände sind von der Natur streng nach Norden ausgerichtet und wenn die Sonne im Zenit steht, also um 12 mittags, scheint sie für kurze Zeit in diese Spalte.
Der Durchgang ist aber dennoch von gigantischen Felsbrocken, die von der anderen Seite die Schlucht versperren, nicht möglich.

Auf dem Rückweg, vor uns liegen die MAC-DONNELL RANGES, eine Bergkette, die sich in ost/westlicher Richtung erstreckt. 

  West MacDonnells

Wir überqueren einige leere Flussbetten, CREEKS, die mit riesigen Eukalyptusbäumen gesäumt sind und kommen im letzten Tageslicht zum „Alice Springs DESERT PARK“. Wir trauen unseren Augen nicht…
Am Eingang dieses „Wüstenparks“ leuchten uns knallrote STURTS DESERTPEAS entgegen. Die Wüstenerbse kommt, wie schon der Name sagt, nur in der Wüste vor, wächst flach auf dem Boden, ist sehr genügsam und hat wunderschöne, kräftig rote, mit schwarzen Augen versehene Blüten. Diese Blüte hat es mir so angetan, dass ich mich ent-schloss, mir einen neuen Namen zuzulegen. Ab jetzt heiße ich – natürlich inoffiziell – „MISS HARRIET DESERTPEA“.

Desertpeas

Weiter in Richtung Alice Springs, kamen wir noch an „FLYNN’S GRAVE“ vorbei, dem Grab eines der bedeutendsten Australier, JOHN FLYNN, dem Begründer des einzigartigen „Flying Doktor Service“.
Ehe wir morgen das Innere von Australien wieder verlassen, möchte ich noch von einer interessanten Begebenheit berichten: Zu Hause, im März und Anfang April 1997 sahen wir am Nachthimmel den HALE BOP seine Bahn ziehen. Sensationell, weil der Hale Bop nur ca. alle 2000 Jahre zu sehen ist. Was für eine Überraschung, als wir am traumhaft klaren Nachthimmel, weit weg von Old Germany, hier wieder den Hale Bop entdeckten. Aber kein Wunder, wir waren ja auch auf der anderen Seite der Weltkugel.
Groß und mächtig überspannt dieser unendliche, australische Sternenhimmel die südliche Hemi-sphäre.
Die Milchstraße macht ihrem Namen alle Ehre, der rote Mars blinkt hoch im Osten und einige Satelliten ziehen eilig von Nord nach Süd vorüber.
Das Interessanteste für mich ist aber das „KREUZ DES SÜDENS“, unübersehbar und eindrucksvoll. Als Symbol ziert es auch die australische Nationalfahne.
Zweimal sah Claudia eine Sternschnuppe. Ich hatte jedes Mal in eine andere Richtung geschaut und nichts gesehen. Komisch, dass man sich dabei was wünschen kann, obwohl es ja nur Dreck aus dem All ist, der in der Erdatmosphäre verglüht.
In der Dunkelheit kamen wir wieder auf dem Campingplatz an, bauten noch schnell das Bett und gingen zum Ausklingen in die gemütliche Taverne.

Morgen gibt es einen Stresstag, einen Flug, eine neue Stadt in einem neuen Land: BRISBANE am BRISBANERIVER in QUEENSLAND.

Fortsetzung folgt                         

 




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