On the Wallaby... oder Alle Wege sind weit in Australien

 


On the Wallaby... oder Alle Wege sind weit in Australien
  Startseite
  Über...
  Archiv
  ReiseTagebuch 1. bis 4. Tag
  5. bis 7. Tag
  8. bis 11. Tag
  12. bis 14.Tag
  15. bis 21.Tag
  22. bis 25.Tag
  26. bis 30.Tag
  31. bis 35.Tag
  36. bis 37.Tag
  38. bis 39.Tag
  40. bis 42.Tag
  43. bis 45.Tag
  46. bis 48.Tag
  49. bis 50.Tag
  51. bis 53.Tag
  54. bis 56.Tag
  Impressum
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Links
  Schreibstyle
  AustreliaS Lebensberatung
  Austrelias Entdeckungsreise
  Claudias Buchseiten
  Renates Bilder


Letztes Feedback
   30.03.09 21:34
    Liebe Margit, es war w
   31.03.09 21:06
    Liebe Margit, wir haben
   3.04.09 16:47
    Habt Ihr Beiden ganz tol
   4.05.09 10:03
    Dear Miss Desertpea! Fa
   5.07.09 19:18
    Hallo aus dem östlichen
   15.10.12 10:01
    Liebe Margit, das ganze


http://myblog.de/desertpea

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Eine Reise nach Downunder

5. Tag          BLUE MOUNTAINS

Auf geht es in die BLUE MOUNTAINS.
Gleich am Anfang des Nationalparks in GLENBROOK ein alter Aborigines Pfad an einem kleinen Bach, den wir entlang wanderten. Man kann sich gut vorstellen, wie die Aborigines im Gänsemarsch ohne Eile ihre Wege gingen. Wo Wasser war, waren auch die Aborigines nicht weit.

Creek / Red Hands Cave               Grasstrees (Black Boys)


Dieser Weg führt uns zu einer Höhle, mehr ein Felsüberhang, wo Zeichen und rote Hand Abdrücke von den Aborigines zu sehen sind, RED HANDS CAVE genannt. Ich konnte leider wegen zuwenig Licht keine Fotos machen.
Der Bach schlängelt sich idyllisch über Felsen und Sandbänke, verschwindet unter großen Steinen und kommt unter einem umgestürzten Baum wieder zum Vorschein. An der tiefsten Stelle durchquert die Straße den Bach und bildet einen CAUSEWAY, d.h. die Straße ist oft überflutet und bei Hoch-wasser nicht passierbar.
(CAUSEWAY heißt: Damm durch Sumpf und Wasser!)
Jetzt war nur wenig Wasser darin, aber nach heftigem Regen wird aus dem Bach ein reißender Fluss, der von den Bergen herabstürzt und alles mitreißt, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Straße ist dann meterhoch überflutet, an ein Durchkommen nicht zu denken. INDICATORS – Messpfähle – machen jedem deutlich, wie hoch das Wasser ansteigen kann.
Die Vegetation ist hauptsächlich Buschland. Große Eukalyptus Bäume, 30/40 Meter hoch, es gibt mehr als 200 verschiedene Arten. WHITE GUMS, auch GHOST GUMS genannt, wegen der weißen Stämme, die sich in der Dunkelheit gespenstig vom Hintergrund abheben oder RED GUMS, der rotstämmige Eukalyptus, der wegen seines harten Holzes für den Hausbau verwendet wird.
In den mächtigen Baumkronen kreischten unzählige Kakadus. Die oberen Äste sind teilweise ohne Blätter, denn der scharfe Kot der Vögel ätzt alles weg.
Ein Dickicht aus Farnen, Gestrüpp, nadelholz-artige Büsche mit hohen, gelben Blüten, BANKSIA TREES genannt, die dem Honigsauger Nahrung bieten. Der Honigsauger ist ein kleiner Vogel mit einem langen, gebogenen Schnabel.

 Banksia Tree


Es raschelte im Gebüsch, wir sind ganz still, es taucht ein Schreitvogel im Unterholz über uns auf. Graubraun, kaum vom Boden zu unterscheiden, mit merkwürdig geformten Schwanzfedern. Es ist der überaus scheue LYREBIRD. Den Namen hat er von den gebogenen Schwanzfedern, die wie eine alte Lyra oder Leier aussehen.
Da, noch einer…Ich bin ganz entzückt, aber für ein Foto reicht auch hier das Licht nicht aus.
Es ist URWALD, wie man sich ihn vorstellt. Geheimnisvoll, mit noch nie gehörten Vogel-stimmen  und unglaublich verwachsenes Gehölz. Da sind geheimnisvolle Gesteinsformationen, überhängende Felsen, die jeden Moment abstürzen können. Dazwischen GRASS-TREES, seltsame Bäume, die wie große Grasbüschel auf einem Stamm aussehen. Sie wachsen in hundert Jahren nur ca. 30 cm. Die Blüte ist 1 bis 3 m hoch, ähnlich wie bei den Agaven. Der Blütenstängel wird sehr hart und die Aborigines machten ihre Speere daraus. Man kann davon ausgehen: je höher der Stamm des Grass Trees, desto mehr Jahr-hunderte alt. Die schwarzen Stämme sind Zeugen von Buschbränden, die von Zeit zu Zeit in diesen Urwäldern wüten.

Jetzt ging es etwas bergauf, und es sah mehr nach Busch aus. Lichter Wald mit wunderschönem blondem Gras, einige kleine Echsen und herrliche rot-blauen Papageien, die erschreckt davon flogen, als wir näher kamen.
Als wir wieder am Auto waren, die 2 l Flasche Wasser zwischen uns aufgeteilt hatten, fuhren wir noch zu zwei Wasserlöchern, die im gleichen Gebiet lagen: BLUE POOL und JELLYBEAN POOL, tief unten in einer Schlucht, sehr unweg-sam, und zum Baden war mal wieder keine Zeit.

 Am Jelly Bean Pool


Der Aufstieg über steile Steintreppen war ziemlich schweißtreibend, und wir waren froh, als wir im Auto saßen und nach KATOOMBA fuhren. Dort nahmen wir für zwei Tage ein gemütliches Motel mit Schwimmbad und einer GUEST LAUNDRY. Das ist eine Waschküche für Gäste mit Wasch-maschine, Trockner und Handspülbecken. Auch Bügeleisen und Bügelbrett waren vorhanden. Endlich konnte ich mal Wäsche waschen.

6. Tag          BLUE MOUNTAINS


Ein paar wenige Kilometer zurück, über LEURA nach WENTWORTH FALLS, und wir kamen an die atemberaubenden Klippen der Blue Mountains. Es ist nur ein kleiner Teil dieses großen National Parks, den wir bewanderten.
Bei den Blue Mountains handelt es sich um ein Hochplateau, etwa 1000 m über dem Meeres-spiegel, das von zahlreichen Flusstälern durch-zogen ist. Im Laufe von vielen Millionen Jahren sind durch die Flussläufe tiefe Schluchten mit steilen, oft mehrere hundert Meter abfallenden Feldswänden, entstanden. Den ersten europäischen Einwanderern stellten sich die Blue Mountains als unüberwindbare Barriere in den Weg.
Die Täler sind dicht, bis zu den schroffen Sand-steinfelsen, hauptsächlich mit Eukalyptus Bäumen bewachsen, die bis zu 60 m hoch werden. Die Eukalyptusblätter sondern bei starker Sonne ätherische Öle ab und über den weiten, blau schimmernden Tälern liegt ein einzigerartiger Duft.

Blue Mountains


Das Unterholz bietet zahlreichen Tieren, wie Bushturkeys, Lyrebirds, Echsen, Schlangen und vielen mehr, Nahrung und Schutz vor Hitze, Regen und Kälte. Im Winter kann auch schon mal Schnee fallen und die Temperaturen fallen unter Null.
Verschiedenfarbige Kakadus und Papageien, Honigsauger, um nur ein paar Arten zu nennen, bevölkern die Bäume und machen zeitweise einen riesigen Lärm. Dann ist wieder alles ruhig und man hört den Wind in den Bäumen rauschen, Grillen zirpen, ein entfernter Wasserfall plätschert, es ist wie im Paradies und nichts stört die herrliche Natur.
Wir steigen durch das VALLEY of the WATERS hinab in den Talgrund. Gut 250 m steil bergab, über Wurzeln, Felsbrocken, Geröll und immer wieder über und durch den Wasserfall, der uns die ganze Zeit, mal rechts mal links begleitet.
Je weiter wir hinunter kommen, desto üppiger wird die Vegetation. Hängepflanzen und seltene Moose, die an und auf den nassen Steinen wachsen, Farne in allen möglichen Formen, Grünzeug, das aus Ritzen und Felsnischen sprießt. Spinnennetze sind zwischen die Pflanzen gespannt und glitzern in den Sonnenstrahlen. Wir tauchen ein in eine traumhafte Fantasiewelt, in der uns Feen und Elfen begegnen könnten.

Im Valley of the Waters                Wentworth Falls


Es ist feucht und erfrischend kühl, und wir müssen aufpassen, dass wir auf den feuchten Steinen nicht ausrutschen.
Jetzt haben wir den ersten Weg erreicht, der uns unterhalb der Klippen entlang führt.

Sandsteinfelswand

Wir sind keineswegs im Talgrund, das sind noch mindestens weitere 100/150 m steil bergab. Es geht durch den Urwald und wir sehen die riesigen Eukalyptusbäume aus einer anderen Perspektive. Gigantisch diese Riesen mit den dicken, roten und weißen Stämmen, einige hundert Jahre alt und jedem Sturm und Buschfeuer getrotzt. Eine Welt, wo man zu seinen Ursprüngen zurückfindet.
Die Begeisterung für diese Natur, das Begreifen, mit was für unnützen Dingen wir uns das Leben erschweren, das Entdecken, was für eine Urkraft in uns steckt, die wir einfach so verplempern, das Erkennen, das nur wir, jeder einzelne für sich, es in der Hand hat, sein Leben ohne Manipulation durch andere Kriterien zu leben, um zum Zufriedensein zu gelangen. Es ist bestimmt nicht einfach, aber doch erreichbar.

AUTSCH!!!!  VERDAMMT!!!!
So, jetzt habe ich einen Stein übersehen und bin mit dem rechten Knöchel umgeknickt. Ein heller, spitzer Schrei, der Schmerz schoss durchs Gebein. Mindestens die Sehne angerissen, wenn nicht gar ab, war mein erster Gedanke und ich sank vorsichtshalber zu Boden. Nach einer tatkräftigen Massage, ein bisschen Strecken und Dehnen ging es zum Glück wieder. Für solche Fälle habe ich immer Salbe und einen Stützverband dabei, nur diesmal nicht. Also musste es jetzt auch ohne gehen. Ein wenig unsicher und mit leicht geschwollenem Knöchel setzten wir den Weg fort.
Ein BUSHTURKEY, schwarz mit rotem Hals und gelben Kragen, er sieht einem Huhn ähnlich, schaute interessiert zu uns, aber als ich den Foto zückte, war er weg. Die einzige Schlange, die wir auf der ganzen Reise sahen, hatte mehr Angst als wir, und war weg wie der Blitz. Dafür war der LIZARD sehr schön, schwarz mit heller Zeichnung und ca. 20 cm lang.
Es rauschte vor uns, und wir waren am unteren Ende der WENTWORTH FALLS. Diese stürzten über Kaskaden eine gewaltige Felswand herab, die mindestens 150m hoch vor uns aufragte, in die Tiefe und bildet direkt an unserem Weg ein Wasserloch mit hellem Sand am Ufer. Über große Steine balancierten wir darüber hinweg und nun ging es Steinstufen hinauf.

Aufstieg

Bald waren wir an einem Lookout mit herrlichem Blick in die Ferne.
War es bis jetzt etwas frisch und angenehm kühl, so wurde es mit der Steigung immer wärmer und plötzlich brannte uns die Sonne ganz schön auf den Pelz.
Nach dem Abstieg durch das Valley of the Waters mussten wir jetzt logischerweise wieder hinauf.
Jetzt begann ein sehr schweißtreibender Aufstieg. Über schmale Steige, die der Felswand abgetrotzt sind, loses Geröll, Steigleitern und Seile, dann wieder verschlungene Wurzeln, die aus den Felsen zu wachsen scheinen, mächtige Steinbrocken, die den Weg versperrten, mussten überwunden werden. In Serpentinen ging es die Felswand hinauf, jetzt auch noch Metallstufen und Schutz-gitter über unseren Köpfen. Unter uns nichts außer Tiefe und Wald. Claudia war es etwas blümerant. Sie war froh, dass das Gitter eine gewisse Sicher-heit bot.
Keine Stelle am Körper war trocken, der Schweiß rann aus den Haaren, floss an Rücken und Beinen herunter und sammelte sich in den Schuhen, die ein quietschendes Geräusch von sich gaben. Aber… Schwitzen ist gesund und wir schütteten ordentlich Wasser in uns hinein.
Wir kamen am POCKET POINT LOOKOUT an und ruhten uns unter einem Felsüberhang im Schatten aus. Der Ausblick ist grandios. Die Sonne steht hoch im Norden und über den Tälern liegt ein unglaublicher, blau schimmernder Dunst. Die ätherischen Öle der Eukalyptusbäume sind es, die diesen Dunst hervorrufen. Ich hätte es fast nicht geglaubt, wenn da nicht der Geruch nach Eukalyptus in meine Nase gestiegen wäre.
Doch weiter um die nächste Ecke, und wir standen an der QUEENS CASCADES, einem Vorhang aus Wasser, der im freien Fall, ca. 50/80 m tief in ein natürliches Steinbecken stürzt, das die Gewalt des Wassers ausgehöhlt hatte.

Queens Cascades 

Dachten wir, das vom Weg unten die ganze Länge des WENTWORTH FALLS zu sehen war, so mussten wir feststellen, dass man nur bis zu diesem Steinbecken schauen konnte.
Genug des Staunens, der Ah`s und Oh`s, hatten wir doch viel Zeit gebraucht. Jeder Grashalm, jedes Kräutlein wurde eingehend betrachtet, jeder Baum bestaunt, und jetzt mussten wir auch an den Rück-weg denken. Zwei Wege standen zur Auswahl.
Der NATIONAL PASS oder der OVERCLIFF TRACK.

Felsüberhang am Overcliff Track


Wir entschieden uns für den Overcliff Track, weil der National Pass direkt oberhalb der Baumgrenze am Fels entlang führte. Wir hatten von Seilen und schmalen Steigen einfach genug. Der Overcliff Track, wie der Name schon sagt, führte uns durch enge Felsspalten, an romantischen Felsüberhänge entlang, durch lichten Wald, immer wieder an herrlichen Lookouts vorbei, und ich war ein bisschen traurig, als wir wieder am Parkplatz ankamen.
Gute 6 Stunden waren wir in dieser wunderbaren Natur unterwegs, das sollte eigentlich fürs Erste reichen. Zufrieden mit uns und dem Rest der Welt, fuhren wir wieder nach KATOOMBA ins Motel und rüsteten uns für die morgige Rückreise nach Sydney.
Bügeln, Koffer packen, ein leichtes Abendessen im Ort und schon lagen wir in der Falle.
Gute Nacht!!!


7. Tag          Rückfahrt nach Sydney


Gut gefrühstückt, Auto beladen, Rechnung bezahlt – was wir natürlich immer gemacht haben – und los ging die Fahrt.
In KATOOMBA gab es noch eine imposante Sehenswürdigkeit: THE TREE SISTERS, die drei Schwestern. Nachts angestrahlt und Tags ein beliebtes Touristenziel, weil man bequem mit dem Auto hinkommt. Nach den herrlichen Eindrücken vom Tag zuvor war es für uns nur ein Abklatsch, aber für die Japaner, die mit Bussen angekarrt werden, sicherlich ein Erlebnis.
Ein junger Mann blies das DIDGERIDOO, ein uraltes Instrument der Aborigines und als gerade keine `Japsen` in der Nähe waren, konnte man den seltsamen Klängen sogar ungestört lauschen.

Ein letzter Blick über die Blue Mountains


Noch ein kleiner Spaziergang, dann fuhren wir über BLACKHEATH nach MOUNT WILSON zu den englischen Gärten. Was für ein Unterschied, eine völlig andere Welt. Hier europäische Bäume, gelbes und rotes, raschelndes Herbstlaub, wir waren völlig überrascht und durcheinander, waren wir doch im Frühling von zu Hause abgeflogen.
Aber natürlich, jetzt ist hier Herbst und die Laubbäume, die von den Siedlern eingeführt wurden, verlieren die Blätter.
Weiter ging die Fahrt über RICHMOND, WINDSOR, PARRAMATTA nach SYDNEY. Im  Stadtteil SILVANIA HEIGHTS fanden wir ein Motel direkt am PRINCES HWY. Es war erstaunlich ruhig. Abends waren wir in einem chinesischen Restaurant essen, nicht besonders gut, es war mehr eine Abfütterung und wir waren sehr schnell wieder im Motel.
Noch vor dem Frühstück mussten wir los, zum Flughafen, diesmal zum Domestic Airport, denn unsere Reise ging jetzt ins Landesinnere nach ALICE SPRINGS.

Wollt ihr weiter lesen? Ein kurzes Feedback an mich genügt…




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung